Manuela Matz will Wirtschaftsdezernentin werden. Foto: Helene Braun.

Hechtsheim/Mainz – Eine Task-Force für schnelles Internet würde Manuela Matz als erstes installieren, wäre sie Wirtschaftsdezernentin. Als eine Kandidatin, die das Thema Wirtschaft nicht nur im Studium behandelt, sondern auch zum Lebensinhalt gemacht hat, stellte sie CDU-Fraktionssprecher im Stadtrat, Hannsgeorg Schönig, vor. Die Hechtsheimer CDU-Vorsitzende bewirbt sich um das Amt der Beigeordneten für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Ordnungswesen. Schönig: „Die CDU als stärkste Fraktion möchte ein entsprechendes personelles Angebot machen, weil wir jemanden haben, der es besser kann.“

Von Hause Rechtsanwältin hat sich die 54-Jährige mit ihrem Ehemann Prof. Dirk Loomans beruflich in Richtung Unternehmensberatung begeben. „Jede Art von Unternehmen hat mit einer Gesetzgebung zu kämpfen, die im Wesentlichen unbekannt ist“, erläuterte Matz. 14 Jahre im Bereich tätig, hat sich Manuela Matz mit allen Unternehmensarten in allen Größen vom Startup bis zu Firmen mit 17.000 Mitarbeitern vertraut machen können. Dies soll jetzt der Stadt zugutekommen. „Die Stadt Mainz liegt mir am Herzen, ich könnte das eine oder andere auf die Schiene bringen. Mainz steht seit Jahren unter der Insolvenzverwaltung der ADD, deshalb muss man Gelder generieren.“
Das will Manuela Matz durch Investitionen in den Wirtschaftsstandort erreichen, Mainz soll Smart City werden, da müsse der Verkehr auch fließen. Allein der Stadt fehle es bislang an Strategien. Kritik an der Umsetzung des Zentrenkonzepts kommt auf: Im einzigen Industriegebiet soll sich wohl ein weiterer Logistiker ansiedeln. „Wie soll das denn gehen?“, macht Matz auf die Situation in der Rheinhessenstraße aufmerksam, die sie gern vierspurig ausgebaut sähe und die Ludwig-Erhard-Straße gleich dazu. Den Wissenschaftsstandort will Matz erhalten und fördern und ein „Klima schaffen, das Startups ermöglicht, sich in Mainz anzusiedeln“, vielleicht durch eine Steuerbefreiung am Beginn.

Manuela Matz sagte: „Mainz hat als Wirtschaftsstandort mitten im Rhein-Main-Gebiet hervorragende Chancen.“ Diese könne man aber besser nutzen als bisher, indem an sich stärker und intensiver um ortsansässige auf der einen und interessierten auswärtigen Unternehmen auf der anderen kümmert. Dazu will sie persönlich in die Betriebe gehen. Mehr Unterstützung bei Betriebsübergaben benötigten die in Mainz ansässigen Unternehmen, denn oft stehe die strenge Regulierung des Zentrenkonzepts dem entgegen, wie man in Hechtsheim schon mehrfach habe beobachten können.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig und seit 2014 Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.