Die Ausstellung „Cartoon trifft Comic“ ist bis 9, November im Haus Burgund zu sehen. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Zum nationalen Tag der Bibliotheken ist im Haus Burgund an der Großen Bleiche eine sehenswerte Ausstellung eröffnet worden: Cartoon trifft Comic. Der deutsche Cartoonist Frank Frank Hoffmann (geboren 1938) trifft auf den französischen Comiczeichner Pierre Glesser (geboren 1958).
Frank Hoffmanns Cartoons zeigen skurille Situationen: Ein UFO landet in einer Stadt. Das grüne Männchen steigt aus – und bekommt erst einmal einen Strafzettel. Der Alien ist nämlich dummerweise auf einem Rasen geladen, der offiziell nicht betreten werden darf. Ordnung muss sein. So auch in einem anderen Cartoon: Der städtische Straßenkehrer bittet einen Jäger um einen Gefallen. Er möge doch bitte das einzige, am Baum verbliebene Herbstblatt abschießen. Oder der Delinquent, der sich schlapplacht, hängt doch am Schafott, wo er seinen Kopf verlieren soll, das Schild „Frisch gestrichen“.
Frank Hoffmann war Englisch- und Erdkundelehrer, als er sich autodidaktisch dem Zeichnen von Cartoons widmete. Seit 1988 nahm er immer wieder erfolgreich an internationalen Cartoon-Wettbewerben teil und wurde mit zahlreichen Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet, zuletzt den Success Award Istanbul 2015.
Frank Hoffmann hat mehrere Cartoon-Bücher und Kurzgeschichten veröffentlicht, seine Cartoons erschienen von 1991 bis 2003 in der FAZ und von 2001 bis 2010 im Magazin „Message“.

Pierre Glesser studierte an der Kunsthochschule in Straßburg. Später ließ er sich als Illustrator und Grafiker in Dijon nieder. Als begeisterter Comiczeichner adaptierte er gemeinsam mit dem Texter Greg Newman den Roman „Krieg der Knöpfe“ von Louis Pergaud. Glesser leitet regelmäßig Comic-Workshops in Schulen und Ferienzentren. Die Straßen und Gassen Dijons wählte er als Schauplatz für die außergewöhnlichen Abenteuer von drei Schülern, den „3 Guillaume“ aus, die unfreiwillig zu Helden werden.
Im Schaufenster vom Haus Burgund sind parallel zur Ausstellung, durch die Manfred Geis, Vorsitzender des Bibliotheksverbands Rheinland-Pfalz, führte, Rohzeichnungen und Utensilien ausgestellt.

Die Ausstellung ist bis 9. November zu sehen, Montag bis Donnerstag von 9 bis 18 Uhr, freitags von 9 bis 13 Uhr.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“