Die Vernissage der „Schaufensterausstellung“ vom Foto-Club Heidesheim fand im Ratssaal der Verbandsgemneinde statt. Die Fotos sind in insgesamt 14 Schaufenstern im Ortskern ausgestellt. Foto: Ralph Keim

HEIDESHEIM – Das waren noch Zeiten: Man hat sich einen Film gekauft – einen 12er, einen 24er, wahrscheinliche eher einen 36er. Man hat ihn in den Fotoapparat eingelegt und Bilder gemacht. Danach hat man den Film im Laden zur Entwicklung abgegeben oder vielleicht sogar die Entwicklung im eigenen Labor selbst vorgenommen. Auf alle Fälle war man sehr gespannt auf das Ergebnis.
Die Mitglieder des Foto-Clubs Heidesheim haben diese analogen Zeiten noch erlebt. Schließlich wurde der Foto-Club 1958, also vor 60 Jahren, gegründet. Und damals war die Gesellschaft von der Digitalisierung in allen Bereichen des Lebens soweit entfernt wie heutzutage von einem bemannten Flug zum Mars.

„Auch wir fotografieren längst ausschließlich mit digitalen Ausrüstungen“, erzählte Wolfgang Gruber, Erster Vorsitzender des Foto-Clubs Heidesheim, am Rande der Vernissage einer ganz besonderen Ausstellung: Anlässlich des 60-jährigen Bestehens präsentieren die Mitglieder des Foto-Clubs eine sogenannte „Schaufensterausstellung“. In 14 Schaufenstern von Geschäften im Ortskern von Heidesheim sind Fotos der Aktiven zu sehen. Jedes Schaufenster hat ein Mitglied bestückt.
Die Vernissage fand im Ratssaal der Verbandsgemeinde Heidesheim im Beisein von Verbandsbürgermeisterin Kerstin Klein, Ortsbürgermeister Martin Weidmann und Erste Beigeordnete Silvia Klengel statt.
Dabei ging Vorsitzender Gruber auch auf die Entwicklung des Foto-Clubs ein, der am 29. Oktober 1958 sein erstes Treffen hatte und einen Monat später einen Farb-Dia-Vortrag über Heidesheim anbot.
Heute zählt der Verein mehr als 40 Mitglieder, von denen deutlich über die Hälfte aktive Fotografen sind. Sie haben sich der Fotografie in Schwarz-Weiß und in Farbe verschrieben und können dabei ganz aus dem vollen schöpfen, was die Umgebung an Motiven zu bieten hat.

„Die Digitalisierung hat die Fotografie selbstverständlich verändert“, führte Vorsitzender Gruber weiter aus und erinnerte daran, dass der Verein seit 1960 ein eigenes Labor hatte, das zuletzt allerdings immer seltener genutzt wurde und das er schließlich im Jahr 2011 aufgegeben hat.
Die Mitglieder des Foto-Clubs treffen sich alle zwei 14 Tage an den ungeraden Wochen um 20 Uhr im Clubraum in der Josef-Kehrein-Straße 14. Bei der Adventsausstellung des Heidesheimer Künstlerkreises im Schönborner Hof wird auch der Foto-Club wieder mit einer Auswahl an Fotos dabei sein.
Die Ausstellung in den 14 Schaufenstern ist noch bis 13. Oktober zu sehen.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“