Die Ideen für die Rheinufergestaltung sprießen jetzt. Foto: Helene Braun

Laubenheim – Die Außengrenzen Laubenheims können nach dem Willen der Ampel-Koalition nicht erweitert werden. Die Suche nach einem geeigneten Grundstück für die neue städtische Kita hat das ganze Frühjahr und den Sommer über gedauert und blieb am Ende fruchtlos, so dass es aussieht, als würde keine andere Lösung als das von der Stadt präferierte Grundstück am Jungstück geben. Doch das wollen die Laubenheimer nicht. Ein frei stehendes Grundstück, wenn auch vielleicht nicht für eine Kita geeignet, gibt es noch, das ehemalige Raisio-Gelände an der Oppenheimer Straße. In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates wollte Christian Hecht, Fraktionssprecher der FDP, wissen, was hier nun geschehe. Doch die Entwicklung sei dem Eigentümer vorbehalten, da sich das Grundstück auch weiterhin in Privatbesitz befinde.

Zum Kita-Standort befand Hecht: „Wir sollten bei unserer Auffassung bleiben. Schade, dass wir nicht wie früher an einem Strang ziehen.“ Hier forderten CDU, FDP und ÖDP in einem gemeinsamen Antrag, die Verwaltung möge nun endlich die Haltung zur Bebauung des Kinderspielplatzes am Jungstück respektieren und alternative Planungen vorantreiben. Die SPD scheint da mittlerweile anderer Meinung. Helga Kasten (SPD) befand: „Gebetsmühlenartig wird das Anliegen wiederholt und den Bürgern wird durch den Antrag suggeriert, es gebe noch eine Alternative.“ Abzuwägen sei Kinderbetreuung gegen Bolzplatz. „Für mich ist der Antrag populistisch und vorweggenommener Wahlkampf“, so Kasten.

Gabriele Müller (Grüne) beanstandete die „massiven Vorwürfe an die Verwaltung“ und wollte eher weiterdenken als meckern. „Vielleicht müssen wir einen Teil des Parks für den Bolzplatz opfern.“ Ortsvorsteher Gerd Strotkötter (SPD) machte dem ein Ende: „Wird noch ein Grundstück gefunden, wird das von Sozialdezernent Eckart Lensch ernsthaft geprüft.“ Bei fünf Neinstimmen gegenüber vier Jastimmen wurde der Antrag abgelehnt.
Die Kita Minnimax hatte einen großen Wasserschaden. Die Kinder kommen vorläufig in Weisenau unter. „Jetzt wurde nach Ansicht des Schadens beschlossen, neu zu bauen.“ Das teilte Gerd Strotkötter mit. An der Wiese an den Kleingärten Rüsselsheimer Allee wäre ein Standort für eine Container-Kita für die Bauzeit machbar. Im Frühjahr soll mit dem Neubau begonnen werden als Baukastenkita. Die Fertigstellung ist für 2021/22 geplant.
Die SPD wünscht sich im Zuge der Rheinufergestaltung einen Wohnmobilstellplatz. „Wohnmobilfahren ist im Trend“, begründete Helga Kasten. Hoch im Kurs stünden die Plätze an Flüssen und in Stadtnähe. Der Platzbetreiber könne dem Betreiber der geplanten Gastronomie zusätzliche Einnahmen generieren, um den Aufwand für die Infrastruktur zu minimieren.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig und seit 2014 Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.