Gisela Hofmann hat wieder etwas Neues erfunden, ART-Deko-Kugeln und Plastiken, die wie aus Metall aussehen, aber federleicht sind. Foto: Helene Braun

Weisenau – Gleich zwei Modellbauer in einer Ausstellung mit völlig unterschiedlichen Arbeiten fand man im Kulturheim Weisenau. Die beiden Männer, Rainer Hofmann und Peter Holland, hatten sich viel zu erzählen. Die Stände direkt nebeneinander hatten sie es nicht weit bis zum nächsten Austausch von Fachwissen. Nur die Besucher, und von denen gab es reichlich, und die Kunden gingen vor. Die zweite Ausstellung der Gruppe Weisenauer Werken nach einer dreijährigen Pause war wieder von Erfolg gekrönt. Vorsitzender Udo Mosbach und Künstlerin Gisela Hofmann hatten bei der Organisation ganze Arbeit geleistet.

Rainer Hofmann, der vor ein paar Jahren noch sehr viel fantasievolles Holzspielzeug im Angebot hatte, hat sich jetzt auf hölzerne Plastiken verlegt, die wie in einem Schwung gestaltet scheinen, dazu bot er Holzautos und historische Segelschiffe feil. Ehefrau Gisela, die Mosbach wegen ihrer guten Vernetzung mit der Organisation beauftragt hatte, glänzte mit ganz neuen Stücken. Den Glanz darf man hier durchaus wörtlich nehmen. Die ART-Deko-Kugeln, die metallisch schimmern, sind in Wahrheit ganz leicht, ebenso wie die bronzen schimmernden Plastiken. Dahinter hängt ein Triptychon aus der Mainzer Unterwelt in rot-braunen Tönen wie die Erde, Hofmanns Spezialität.

Am Sonntag der zweitägigen Ausstellung schwärmte Hofmann noch von der grandiosen Eröffnung am Vortag mit viel Prominenz und der Darbietung des Chors Cant`Allegro. Einige Künstler kennt sie aus Mombach, manche noch gar nicht. Gerlinde Senger punktete mit Tiffany-Glaskunst, aufwendig gestickt mit Kreuzstich sind Bilder und Karten von Elke Guthmann. Teilweise bizarr und äußerst fantasievoll kommen die Exponate von Veronika Dietrich daher. Die Künstlerin sammelt Holzfunde und Steine und wandelt sie zu Kunstwerken, zu Skulpturen, Lampen und Schmuck.

Eine alte Tradition mit Neuem zu verbinden, ist das Anliegen der beiden Patchworkerinnen Uta Holzerland und Lotte Mundschenk. Textilkunst nennen sie ihre Ergebnisse, denn „nähen ist nicht gleich nähen“, so Mundschenk. „Imaginäre Landschaften“ in Acryl zeigte das langjährige Mitglied Ulrike Dittrich. „Jeder kann seiner Fantasie freien Lauf lassen.“

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.