ZMO-Vorsitzende Jutta Hager und Kuenstlerin Marion Sommerschuh eroeffneten die Vernissage. Foto: Oliver Gehrig

BRETZENHEIM – Farbenfrohe Acrylbilder und knallige bunte Objekte im Pop-Art-Stil sind noch bis 7. Oktober beim Verein „Zusammenarbeit mit Osteuropa“ (ZMO) im Einkaufszentrum in der Karl-Zörgiebel-Straße zu sehen. Unter dem Motto „Farbexplosionen“ präsentiert dort die gebürtige Mainzerin Marion Sommerschuh 16 ausgesuchte Acrylbilder und etliche bemalte Objekte. Die kräftigen bunten Farben sind das Markenzeichen der 57-jährigen Künstlerin. „Ich denke in Farbe, ich will Freude vermitteln“, sagte Marion Sommerschuh jetzt bei der Vernissage vor rund 50 interessierten Gästen im Gespräch mit der Lokalen Zeitung.

Die ins Auge springenden Acrylbilder haben Motive aus der Natur wie Pferde oder Schweine sowie das aus der Sesamstraße bekannte „Krümelmonster“. Die Bundeshauptstadt Berlin ist auf zahlreichen Werken mit ihren Sehenswürdigkeiten und Symbolen verewigt, etwa dem Brandenburger Tor, dem „Telespargel“ genannten Fernsehturm und dem Berliner Bären. Als weiteres Motiv ziert der in Berlin bestens bekannte frühere US-Präsident John F. Kennedy eine Briefmarke. Als Skulpturen sind etwa ein Buddha, eine Katze und der Froschkönig ausgestellt. Die Objekte aus Plastik oder Terrakotta hat Marion Sommerschuh ebenfalls mit Acrylfarben bemalt. „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, beim ZMO auszustellen“, bekannte die gebürtige Bretzenheimerin, die inzwischen in Laatzen bei Hannover in Niedersachsen wohnt. „Ich bin ein Meenzer Mädche, der Heimat bin ich immer treu geblieben.“

Die Laudatio hielt der frühere Kulturdezernent Peter Krawietz, der mit dem Ausspruch „Weg, trübe Gedanken“ den Maler Anselm Feuerbach zitierte. „Das Leben ist nur eine Weile, die Kunst ist ewig.“ Krawietz erinnerte an eine Ausstellung der Künstlerin im Juli 1996 in Gonsenheim. Marion Sommerschuh, die damals noch Marion Schneider hieß, habe damals schon eine bemerkenswerte Vitalität ausgestrahlt. Über Kurse und autodidaktisch sei sie ins Metier hineingewachsen. Sie hatte zahlreiche Ausstellungen auch in Mainz, etwa im Polizeipräsidium und in Kunstgalerien, aber auch im Frisörsalon und bei Kaufhof. Damals malte sie zarte surreale Bilder, heute plakative Acrylbilder in knalligen Farben. Krawietz: „Stilrichtungen können sich ändern, Kreativität ist das Wichtigste.“ Für die musikalische Umrahmung der Vernissage sorgte der Bretzenheimer Künstler Manolo Lohnes mit seiner Flamenco-Gitarre.

Weitere Informationen gibt es unter www.sommerschuh.de sowie unter www.zmo-mainz.de.

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Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.