In St. Peter stimmte der Chor „All Generations“ die Besucher auf die Nacht der offenen Kirchen ein. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Die Nacht der offenen Kirchen bot auch in diesem Jahr ein abwechslungsreiches Programm. Doch nicht nur das: Die besinnlichen Momente, die die Besucher in den Kirchen erlebten, boten auch einen Kontrapunkt zur hektischen Gesellschaft draußen vor den Gotteshäusern.

Unzaehlige Kerzen beleuchteten den Innenraum von St. Quintin. Foto: Ralph Keim

Knapp 20 Kirchen, Kapellen und kirchliche Institutionen in der erweiterten Innenstadt hatten am Freitag vom frühen Abend bis Mitternacht geöffnet. Der Auftakt fand in St. Quintin statt. Unzählige Kerzen beleuchteten die den Innenraum der City-Kirche. Nach geistlichen Impulsen trug das Vokalensemble „Capella Moguntia“ zu einer ganz besonderen Stimmung bei.

In der Christuskirche sang Hans-Christian Jochimsen in einer meditativen Atmosphäre an einem Keyboard sitzend Gospellieder, deren Texte auf einer Leinwand nachzulesen war. In St. Peter leitete der Chor „All Generations“ die Nacht der offenen Kirchen ein. Danach gab es unter dem Motto „Mein Name ist Petrus. Apostel Petrus“ eine Bildergeschichte zu einer der bekanntesten und bedeutendsten Persönlichkeiten des Christentums.

„Porugal? … Klingt gut!“ lautete das Motto in der Kirche St. Antonius, wo den ganzen Abend portugiesische Orgelmusik aus dem 16. bis 18. Jahrhundert erklang. Die Orgel spielte der in der Region bestens bekannte Organist Marco Lopes Ginja. Die Nacht der offenen Kirchen nutzte St. Ignaz in der Altstadt, um die Kirche nach Beendigung der umfassenden Restaurierungsarbeiten zu präsentieren.

„Bibel pur und live“ hieß es im Dom. Im Stundentakt lasen bekannte Persönlichkeiten wie Bundesministerin Julia Klöckner und ZDF-Sprecherin Gundula Gause aus der Bibel vor. Damit wurde im Dom nicht nur daran erinnert, dass der Erfinder des Buchdrucks, Johannes Gutenberg, vor 550 Jahren starb. Auch die Diskussionen um den vor fünf Monaten durch einen Bürgerentscheid gekippten Bibelturm flackerten zumindest am Rande noch einmal auf.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“