Mit einem Fassbieranstich eröffneten Ortsvorsteher Franz Jung und Schausteller Aldo Sottile gemeinsam die Kerb. Foto: Oliver Gehrig

HECHTSHEIM – An die Weihe der katholischen Pfarrkirche St. Pankratius im Jahr 1758 erinnert die Hechtsheimer Kerb, die auch in diesem Jahr Anfang September viele Besucher in den Ortskern lockte. Neben dem Festplatz An der Brausch waren auch die idyllischen Innenhöfe der Weingüter sowie die Stände am Lindenplatz vier Tage für alle Gäste geöffnet. Bei guten Rebensäften, einem interessanten kulturellen Programm und anregenden Gesprächen kamen alle Kerbefreunde voll auf ihre Kosten.

Los ging’s mit einem Umzug am Freitagabend vom Kerbeplatz zum Lindenplatz, der von den Hechtsheimer Dragonern unter Leitung von Michael Licht mit Fanfarenklängen musikalisch gestaltet wurde. Daran nahmen auch die Kerbejugend 1997/98 und Ortsvorsteher Franz Jung teil. Tradition ist das Aufstellen des Kerbebaums, das problemlos über die Bühne ging. Es folgte der Fassbieranstich, für den Jung einige Schläge benötigte, bis der Gerstensaft strömte. „Ich hoffe, dass alle genug Hunger und Durst mitgebracht haben“, sagte der Ortsvorsteher. „Die Kerbejugend hat wieder ein tolles Programm zusammengestellt.“ Im Namen der Kerbejugend überreichte Alyssa Loomans eine Spende von 150 Euro an die Freiwillige Feuerwehr und warb für die Kerbezeitung, die für 2,50 Euro käuflich zu erwerben war. Sie dankte Schausteller Aldo Sottile, Dragoner-Chef Michael Licht und Ortsvorsteher Franz Jung für die Unterstützung der Kerbejugend.
Die Straußwirtschaften und Winzerhöfe hatten sich zur Kerb besonders ins Zeug gelegt und boten ihren Gästen etwa einen Wildabend an oder servierten Krustenbraten sowie Leberknödel mit Püree und Sauerkraut. Die Katholische Jugend servierte am Lindenplatz kalte Getränke. Natürlich gehört zur Kerb auch ein Bummel über den Kerbeplatz An der Brausch dazu, wo ein Autoscooter und ein Kinderkarussell sowie Dosenwerfen und ein Schießstand lockten. Darüber hinaus gab es ein „Spielcasino“ mit Münzautomaten und das Spiel „Fang den Fisch“, bei dem es Stofftiere zu gewinnen gab.

Die Kerb ging am Samstag mit einem „Meet and Greet“ am Lindenplatz weiter. Am Sonntag folgten ein Frühschoppen und Musik des „Sound of Weisenau“ der Burggrafengarde. Für die Kinder gab es eine Safari-Tour mit der Kerbejugend, für die Älteren Kaffee und Kuchen von den Dragonern. Die Kerb klang am Montag mit einem Äppelwoi-Abend der Kerbejugend aus.

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.