Justus Spengler: „Was mich motiviert, ist, dass wir auf die Kinder einen positiven Einfluss ausüben und ihnen die Chance auf Entfaltung abseits des Elternhauses gewähren können.“ Foto: Helene BraunOrt-Headline-

Laubenheim – Gerne betonen Vereine zu Recht, dass sie verstärkt auf Jugendarbeit und Integration setzen und nicht nur im ureigenen Vereinszweck, sondern immer mehr auch im sozialpolitischen Sinn wirken. Das kann der Gesellschaft nur gut tun. Aber, wenn man etwas Sinnvolles für sein Kind sucht, sollte man auch an die christlichen Angebote denken. In Laubenheim ist da die Katholische Junge Gemeinde (KJG) ganz vorne.
In der Katholischen Jungen Gemeinde (KjG) schließen sich junge Christinnen und Christen zusammen Demokratisch und gleichberechtigt wählen Mädchen und Jungen, Frauen und Männer die Leitungen und entscheiden über die Inhalte und Arbeitsformen des Verbandes. Es gibt ein Pfarrleitungs-Team und ein Orga-Team für die jährlichen Zeltlager. Es finden regelmäßige Gruppenstunden statt, zurzeit in drei Gruppen à zehn Kinder. Alle zwei Monate unternehmen die Leiter Fahrten wie etwa ins Schwimmbad, treffen sich mit den Kindern zum Kochen, Filme Anschauen und mehr. „Wir erreichen im Jahr mehrere Hundert Kinder“, sagt Justus Spengler zufrieden.

Das Ziel bei allem ist, den Kindern zu ermöglichen, eigene Lebensperspektiven zu entwickeln. „Ja, wir sind in kirchlicher Trägerschaft, aber das hat auf die Aktionen keine konkrete Auswirkung, unsere Angebote sind religionsübergreifend“, so Spengler weiter. „Und wir wollen auch alle Schichten erreichen, nicht nur die, die klassisch engen Kontakt zu Betreuungsangeboten haben.“

Die größte und bedeutendste Unternehmung im Jahr aber ist das Zeltlager für Acht- bis Zwölfjährige. Die Anmeldungen für 2019 laufen bereits. „Da sind Kinder in den Sommerferien zehn Tage aus dem Alltagsumfeld heraus und agieren komplett selbständig“, kennt Spengler den Nutzen einer solchen Unternehmung. Spaß haben und neue Freunde finden sind das eine, die Gelegenheit, näher an der Natur zu sein und neue Interessen zu entdecken, das andere.

Selbst ist der heute 26-jährige Spengler Mitglied in der KJG seit er zehn Jahre alt war, erst als Teilnehmer, dann als Leiter. „Was mich motiviert, ist, dass wir auf die Kinder einen positiven Einfluss ausüben und ihnen die Chance auf Entfaltung abseits des Elternhauses gewähren können. Rückmeldungen von begeisterten Eltern und glücklichen Kindern bestätigen den Doktoranden der BWL zusätzlich.
Ansonsten sieht Spengler verstärkt die Möglichkeiten, für die KJG zu werben und deren Arbeit bekannter zu machen, wie kürzlich beim Rebblütenfest und demnächst bei der Kerb. Solche Events haben da gleich doppelten Nutzen: Es gehen auch ein paar Euro in die Kassen, „die wir verwenden, Anschaffungen für die Kinder zu tätigen. Diesmal mussten wir 5000 Euro in Zelte investieren, denn so viele Kinder, nämlich genau 101, hatten wir noch nie.“
Alles zum Zeltlager 2019 und über die weiteren Veranstaltungen der KJG auf www.kjglaubenheim.de.

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