Lebenswertes Mainz

Mainz/Berlin – Am 12.09.2018 findet in Berlin eine Anhörung statt, die von dem „Interfraktionellen Arbeitskreis Fluglärm“, bestehend aus ca. 50 Bundestagsabgeordneten, veranstaltet wird. Dort soll aus Betroffenensicht dargestellt werden, welche Änderungen im Fluglärmgesetz notwendig sind, um das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit durchzusetzen. Die Ergebnisse dieser Anhörung sollen von den Abgeordneten in ihre Fraktionen eingebracht werden.
Der lange heiße Sommer mit anhaltendem Ostwind hat den Mainzerinnen und Mainzern wieder mal vor Augen geführt, welche Belastungen vom Frankfurter Flughafen für die Anwohner der Region ausgehen. Warme Nächte mit Dauerlärm von morgens 5 Uhr bis abends nach 23 Uhr. Kein Schlafen mit geöffnetem Fenster, keine Erholung im Freien, im Garten oder auf dem Balkon war möglich. Der Krach wurde zum Dauerthema in Mainz.
Dabei muss man sich vor Augen führen, dass das nur der Anfang ist. Die Flugbewegungen werden zunehmen, Terminal 3 ist im Bau und Ryanair und weitere Billigfluglinien erobern sich den Frankfurter Flughafen. Das Nachtflugverbot wird zunehmend durchlöchert.
Die Ohnmacht der Bürgerinnen und Bürger verstärkt sich durch das Gefühl, dass die Politik vor Ort machtlos ist und die Flughafen-Lobby die Bundespolitik fest im Griff hat.
Die überfällige Novellierung des völlig unzureichenden Fluglärmgesetzes steht jetzt endlich an. Es wird sich demnächst entscheiden, ob wieder Fraport und die Luftverkehrslobby unsere Gesetze diktieren oder ob dieses Mal die lärmgeplagten Anwohner ihre Interessen geltend machen können.
Deshalb gilt es jetzt ein klares Zeichen zu setzen! Nur eine machtvolle Demonstration der betroffenen Bürgerinnen und Bürger vor Ort kann auf unsere Nöte aufmerksam machen und ein Signal nach Berlin senden.

Der Verein für ein lebenswertes Mainz und Rheinhessen und die Initiative gegen Fluglärm Mainz rufen daher zur Teilnahme an der Montagsdemonstration am 10.09.2018 um
18.00 Uhr am Frankfurter Flughafen, Terminal 1 auf. Sammel- bzw. Treffpunkte finden Sie auf der jeweiligen homepage der Vereine.
Nur eine massive Teilnahme vieler Leute aus der Region zeigt der Politik, wie wichtig und dringend eine Änderung der Gesetzgebung ist, um den Anwohnern einen ausreichenden Schutz vor dem Lärm zu bieten.
Nur viele können gemeinsam etwas erreichen! Kommen Sie am 10.09. um 18.00 Uhr zum Terminal 1 und setzen Sie ein klares Zeichen.

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