Annkathrin Doetsch wurde von ihrer Vorgaengerin Michelle Goender zur neuen Kostheimer Weinkoenigin gekroent. Foto: Oliver Gehrig

KOSTHEIM – Die 42. Kostheimer Weinkönigin heißt Annkathrin Dötsch. Beim idyllischen Kostheimer Weinfest am Weinbrunnen wurde die 17-Jährige von ihrer Vorgängerin Michelle Gönder (18) am Samstagabend gekrönt und so in Amt und Würden eingeführt. „Ich bin gut in die Wochenend-Familie der Weinmajestäten aufgenommen worden“, sagte die Maria-Ward-Schülerin in ihrer Antrittsrede. „Danke Mädels!“, rief sie den zahlreich erschienenen Rheingauer Weinmajestäten zu. Ihr zur Seite steht die neue Kostheimer Weinprinzessin Sabina Stein (19), die sich mit einem Weinspruch einführte: „Fröhliche Menschen und guter Wein, sollten immer zusammen sein!“

Tränenreich war der Abschied von Michelle I., die interessante Einblicke in ihr Innenleben gab. „Ich habe in den zwei Jahren viel dazugelernt“, bekannte sie. „Vor zwei Jahren stand ich als neue Prinzessin hier zitternd vor Aufregung, heute bin ich aufgeschlossener und glücklicher!“ Besonders in Erinnerung bleibt ihr die Teilnahme an der ITB in Berlin. Michelle Gönder dankte dem Kostheimer Winzerverein und ihrem Patenweingut Schilling. Winzervereinsvorsitzender Ernst-Peter Schilling lobte Michelle I., die ihre Sache gut gemacht habe. Ähnlich wie ihre ältere Schwester Stephanie Gönder: Die frühere Kostheimer Weinkönigin führte als Moderatorin gewohnt charmant und eloquent durchs Programm. Schunkler wie „In Mainz am schönen Rhein“ hatte die Kapelle „Soundexpress“ parat, die zuvor auch den Einzug der Weinmajestäten musikalisch begleitet hatte. Mit dabei waren die Königinnen und/oder Prinzessinnen aus Kiedrich, Dotzheim, Erbenheim, Hochheim, Wicker und Hallgarten sowie die Rheingauer Weinprinzessin Alexandra. „Wein hat eine sehr hohe Anziehungskraft“, sagte Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel, die die Grüße des Wiesbadener Stadtparlamentes übermittelte. Grüße der beiden Oberbürgermeister überbrachten der Wiesbadener Bürgermeister Dr, Oliver Franz und der Mainzer AKK-Beauftragte Horst Maus. Von einem „beschaulichen kleinen Weinfest  mit viel Flair“ sprach Ortsvorsteher Stephan Lauer. Die Kostheimer Zange überreichte Vereinsringsvorsitzende Annegret Kracht an die scheidende Weinkönigin Michelle I. als Anerkennung. Diese hat übrigens Interesse, ein weiteres, noch genau zu benennendes Amt als Weinmajestät zu übernehmen, wie sie im Gespräch mit der Lokalen Zeitung verriet. Etwa das als Wiesbadener Weinkönigin? Der Krönung vorausgegangen war die Segnung der Weinmajestäten mit dem scheidenden Pfarrer Gottfried Scholz in der benachbarten Kirche St. Kilian.

Am Kostheimer Weinfest waren die drei Weingüter Sauer, Frosch und Schilling beteiligt, die etwa Riesling, Weißburgunder, Chardonnay und Spätburgunder aus den Kostheimer Lagen Weiß Erd und Steig ausschenkten. Für den Magen gab es Gegrilltes, Crepes, Fischbrötchen, Flammkuchen, Spundekäs und Brezel. Ein Highlight war die 2. Kostemer Rieslinggaudi mit acht Teams am Sonntagnachmittag. Mit Livemusik der Gruppe „Big T“ ging das Weinfest am Montagabend zu Ende.

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.