Die Trumpfkarte des Rheinuferfestes von Mombach. Die Abkühlung am Wasser. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Mombach – Zufall oder Absicht? Das elfte Rheinuferfest von Mombach hatte die Ortsvorsteherin des Stadtteils, Eleonore Lossen-Geißler (SPD), am Freitag mit derselben Anzahl der Anschläge beim Fassbieranstich eröffnet. Sie selbst verriet es nicht, dafür zog sie am Sonntagnachmittag, dem Tag der Familien, ein positives Fazit. „Alles wunderbar, das Organisationsteam ist zufrieden.“ Auch der Samstag, der Tag der Vereine, an dem sich unter anderem die Mombacher Prinzengarde und der Mombacher Turnverein präsentiert hatten, sei eine mehr als gut besuchtes Wochenend-Freizeitangebot. Speziell am Abend. „Es war total voll.“ Eines der Highlights: Die Narrenbootregatta, bei der sich unter anderem das „Bohneboot“ der Bohnebeitel, die „Gunsenumer Gondel“ des Gonsenheimer Carneval Vereins und einige mehr einem heiteren Wettrennen stellten. „Viele Gäste haben mir berichtet, das Fest sei noch besser als in den letzten Jahren“, so die Ortsvorsteherin. Dazu hatte sicherlich auch das neue Platzkonzept beigetragen. Die Bühne und die Essensstände mit Leckereien umrahmten die Tische und Bänke in der Mitte, was den Besuchern einen entspannteren Blick auf das Bühnengeschehen geboten hatte.

Lossen-Geißler bedankte sich sehr herzlich bei allen Organisatoren und den Vereinen. Das Rheinuferfest – gewiss noch ein Geheimtipp – entwickelt sich weiter zu einem vielfältigen und schönen Fest, das über eine Rarität verfügt. Nicht jeder Stadtteil kann bei den Sommerfestgästen mit der Abkühlung am Wasser und dem Strand auftrumpfen. Das Rheinuferfest kann es. So entspannten viele Familien nicht nur in den Pausen im Programm direkt am Wasser. Das Schnupperpaddeln, das das Team der Mombacher Renn-Kanuten bereithielt, lockte Klein und Groß.

Für die gute Stimmung am Sonntag sorgte unter anderem Oliver Mager, der sowohl ein Konzert für und mit den Kindern aus dem Hut zauberte, wie auch die Erwachsenen zum Singen und mitschunkeln verleitete. Zugegeben, dem Loblied auf das Stadtbürgertum, („Wir sind Mainzer“) kann sich auch sonst kaum jemand entziehen. Viel Applaus ernteten die Tänzerinnen und Tänzer vom Mombacher Turnverein: Die „Tanzzwerge“, die „Lollipops“, die „DanceKids“ und die Formation „Got2Move reloaded“. Was in den Proberäumen in akribischer Trainingsarbeit bisher passiert war, zu zeigen, auch den Anspruch konnte das Rheinuferfest mit einer überdachten Bühne und guter Technik erfüllen. Die glücklichen Kinderaugen beim Applaus dürften eine reichliche Entlohnung für die Organisatoren sein.

Schließlich sollte die Spielwiese, die wegen des gut gepflegten Rasens ihren Namen verdiente, nicht unerwähnt bleiben. Ein Reichtum an Mitmach- und Spielangeboten lockte die Kinder. Allein der Jugendtreff, „Haus Haifa“, stellte an zwei Tagen vier Betreuer für den kindlichen Spaß ab. Schauen, ob das zwölfte Rheinuferfest 2019 mit zwölf Schlägen zum Fassbieranstich eröffnet wird, das sollten im kommenden Jahr auch Nicht-Mombacher.

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Gregor Starosczyk-Gerlach
Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.