Sängerin Christin von der Alternative-Rockband „Green on Gray“ begeisterte mit ihrer kräftigen Stimme beim Rockfield-Open-Air in der Kasteler Reduit. Foto: Oliver Gehrig

KASTEL – 27 Livebands an drei Tagen, das alles live und umsonst und draußen in der Kasteler Reduit. Das ist das Konzept des Rockfield-Open-Air-Festivals, das nun erneut in den schönen Innenhof der Reduit am Kasteler Rheinufer lockte. Was vor mehr als zwei Jahrzehnten als Grillparty von Künstlern und Musikern auf dem Layenhof bei Mainz-Finthen begann, hat sich zu einem der bedeutendsten Rockfestivals im Rhein-Main-Gebiet entwickelt. Das Konzept ist in den vergangenen Jahren gleich geblieben. Die Bands, überwiegend regionale Nachwuchsbands, spielen jeweils 45 Minuten live, dann gibt es 15 Minuten Umbaupause, bevor es zur vollen Stunde mit der nächsten Band weitergeht. Das Besondere: Die Musiker kümmern sich selbst um den Auf- und Abbau und helfen auch an den Ständen mit. Der freie Eintritt ist dank externer Sponsoren sowie Zuschüssen der Städte Mainz und Wiesbaden möglich. Ansonsten finanziert sich das Festival durch den Verkauf von Speisen und Getränken, denn diese dürfen nicht von außerhalb in die Reduit mitgenommen werden.

Gut gefüllt mit rund 300 Rockfans war die Reduit am Samstagnachmittag, als die Mainzer Alternative-Rockband „Green on Gray“ mit ihrer Mischung aus selbst gemachtem Rock mit sattem Sound und ausgewählten Coversongs einheizte. Der Stil liegt irgendwo zwischen Rock, Pop und Alternative. Christin (Gesang), Norbert (Gitarre), Ecki (Bass) und Thommy (Drums) präsentierten eigene Songs wie „I want to be a Rockstar“ und interessante Coverlieder wie „Hedonism“ von Skunk Anansie oder „Hurt“ von Johnny Cash. „Wir freuen uns riesig, hier zu sein“, sagte Sängerin Christin, die mit ihrer kräftigen Stimme überzeugte. „Ihr dürft aber gerne weiter nach vorne kommen“, rief sie zu den Fans, darunter auch einige Punks mit roten Haaren und einige Musikfreunde mit Schottenröcken. Die Mainzer Band war bereits 2015 und 2016 beim Rockfield dabei.
Daneben gab es auch einige skurrile Nummern wie „Die Thriller-Pfeifen“ mit „Knusper-Pop“ und die „Hängerbänd“ mit „Schweine-Rock“. Ein Highlight war der Auftritt der KfAllstars, eine Party-Session mit wechselnder Besetzung aus verschiedenen Bands als Late-Night-Act nach Mitternacht. Für eine willkommene Abkühlung bei den warmen Temperaturen sorgte der große Wasserbottich „für große und kleine Kinder“. Für junge Besucher gab es ein Kindermalen, bei dem die Schrift „Rockfield 2018“ in bunten Zahlen und Buchstaben kreiert wurde. Für das leibliche Wohl gab es Wein und Bier, Prager Schinken, Bratwurst, Crepes und Mainzer Handkäs-Burger. Es gab auch Rockfield-T-Shirts in Schwarz und Rot für je 15 Euro zu erwerben. Das Mainzer Musikalien-Zentrum informierte über Noten, Instrumente, Zubehör, Bücher, DVDs und CDs.

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.