Landraetin Dorothea Schaefer fuhr spaeter noch eine Runde mit dem E-Smart der EWR. Foto: Ralph Keim

OPPENHEIM – Elektroautos sind längst keine Exoten mehr auf den Straßen des Landkreises. Die Kreisverwaltung selbst hat vier E-Fahrzeuge in ihrem Fuhrpark. Dennoch steht es außer Frage, dass E-Autos von vielen skeptisch gesehen werden. Dass das Netz der Ladesäulen längts nicht so gut ausgebaut ist wie das der Tankstellen, schreckt nicht wenige vom Kauf ab.

Essentiell für den weiteren Ausbau der Elektromobilität ist daher eine gut ausgebaute Infrastruktur, die Bürger zum Kauf eines umwelt- und klimaschonenden Elektroautos motiviert. In Oppenheim wurde dazu jetzt ein weiterer Schritt getan:  In Kooperation des Landkreises mit dem Energieunternehmen EWR wurde auf dem Parkplatz der Zulassungsstelle eine neue Ladestation für Elektrofahrzeuge installiert. An der 22 kW-Ladesäule können zwei Autos gleichzeitig Ökostrom tanken – bis Anfang November sogar kostenlos.

An der Ladesaeule auf dem Parkplatz der Oppenheimer Zulassungsstelle gibt es noch bis Mitte November kostenlosen Strom. Foto: Ralph Keim

Finanziert wurde die Ladesäule von der EWR, dafür wurde eine entsprechende Förderung vom Bundesverkehrsministerium in Anspruch genommen. Der Landkreis stellte sozusagen den Parkplatz zur Verfügung. Entsprechend groß war die Freude bei Landrätin Dorothea Schäfer, Erster Kreisbeigeordneter Steffen Wolf, Kreis-Klimaschutzmanager Hilmar Holland sowie Andreas Schmitt, Leiter der EWR-Kommunalbetreuung, und Jürgen von Massow, Abteilungsleiter für Vertriebskooperationen, die die Ladesäule offiziell in Betrieb nahmen und dabei einen E-Smart aufluden.

Nach Ende der kostenlosen Stromlieferung werde die Ladesäule an das Netzwerk angeschlossen, auf das der E-Autofahrer mittels App bequem Zugrifft hat. In diesem Netzwerk betreiben 175 Versorger in 700 Kommunen rund 3000 Ladesäulen, demnächst auch ganz neu an der Ingelheimer Kreisverwaltung. Die Bezahlung erfolgt über einen Vertrag oder individuell mit Kreditkarte.

Nach Aussagen von Andreas Schmitt kostet eine solche Ladesäule rund 10000 Euro. Die Wartung und Instandhaltung schlage mit rund 500 bis 600 Euro im Jahr zu Buche. Doch der Aufwand lohne sich. Denn mit 5,2 Ladesäulen auf 100 Quadratkilometern stehe Rheinhessen weit über dem Bundesdurchschnitt von 2,6 Ladesäulen.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“