Zum Schulsanitaetsdienst kooperier en die Malteser jetzt auch mit dem Gymnasium Oberstadt. Foto: Helene Braun

Harxheim Die Anforderungen an Bürgermeister oder Bürgermeisterinnen haben sich innerhalb der letzten zehn Jahre massiv verändert. Bedingt durch den Einsatz neuer Kommunikationsmöglichkeiten ist das Aufkommen von E-Mails von Seiten der Bürgerschaft zu bestimmten Themen enorm angewachsen. Doch ist das längst nicht alles. Im Gespräch mit der Lokalen Zeitung sagt der Harxheimer Ortsbürgermeister Andreas Hofreuter (CDU): Die Belastung für das Ehrenamt des Bürgermeisters chst stetig. Wenn man es genau nimmt, ist es kein Ehrenamt mehr, sonderneigentlich ein Vollzeitjob.Die Änderung gesetzlicher Vorgaben und der dadurch entstehende Mehraufwand verstärkt noch das Arbeitsaufkommen. In Harxheim hat Hofreuter noch viel vor. Die anstehende Friedhofsumgestaltung, ein neuer Dorfplatz, die Erweiterung der Sporthalle um ein Stuhllager, das Multifunktionsgebäude . . . Einen großen Aufwand rufen die anstehende Erneuerung der Ortsdurchfahrt und die damit verbundenen zusätzlichen Aufgaben an die Verwaltung und die dadurch bedingten Termine hervor. Ich bin froh, dass ich Beigeordnete und ein Sekretariat habe, die mich entlasten.Auch die Vorbereitung von Ausschuss- und Ratssitzungen sei mittlerweile zu einer echten Aufgabe geworden, auch bedingt durch das neue Transparenzgesetz, welches nicht den gewünschten Effekt erzielt hat, nämlich die rger/innen die Themen im Rats- und den Ausschüssen nahe zu bringen. Hofreuter fordert daher: Die Arbeitsverteilung an die Ehrenamtsträger muss nach meiner Ansicht massiv überarbeitet werden. Auch stört mich die ungleiche Behandlung der Ehrenamtsträger in puncto Vergütung.Hofreuter als Selbständiger wie auch die selbstständigen Kollegen haben zurzeit noch keine Möglichkeit ihren großen Zeitaufwand, welcher dann im eigentlichen Beruf fehlt,angemessen Entschädigt zu werden. Da sei es einfacher, wenn man im öffentlichen Dienst arbeite, denn dort hat man die Möglichkeit der Freistellung bei vollen Bezügen. Dieses Ungleichgewicht müsse dringend korrigiert werden, so Hofreuter weiter, und da werde ich auch keine Ruhe geben. Hatte ein Ehrenamtsträger früher repräsentative Aufgaben, sei er heute eigentlich Verwaltungsfachkraft. Ich habe zwar Einfluss auf die Arbeitsbelastung, aber wenn ich einen Ort zukunftsorientiert führen will, wächst diese ständig.Die konstruktivere Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeindeverwaltung lobt er, allerdings wünscht er sich eine Verbesserung der Zusammenarbeit mit anderen Behörden Es läuft nicht schlecht, aber da wünsche ich mir mehr konstruktive Unterstützung. Und noch einen großen Wunsch hat der Harxheimer Ortsbürgermeister: dass die kommunale Zusammenarbeit immer mehr Gewicht bekommt. Denn auf diese Weise lassen sich Kräfte bündeln, Synergien nutzen und Geld sparen. Schönes Beispiel dafür ist die Umgestaltung des Tennenplatzes in der Nachbargemeinde in einen Kunstrasenplatz. Gau-Bischofsheim und Harxheim, sowie die Verbandsgemeinde und der Kreis geben Geld dazu und arbeiten mit den beiden Sportvereinen intensiv zusammen, was auch zu einer konstruktiven Lösung geführt habe. Weiteres aktuelles Thema ist die kommunale Zusammenarbeit bezüglich der Bauhöfe der VG, Gau-Bischofsheim, Harxheim und Lörzweiler. Hier arbeitet eine Arbeitsgruppe ein detailliertes Konzept für eine zukunftsorientierte Lösung aus. Zielsetzung ist die gemeinsame Nutzung von Liegenschaften und Geräten. Hofreuter: „Ich bin froh dass die beteiligten Verwaltungen schon Zweckvereinbarungen im Rat vorgebracht haben und diese auch das gemeinschaftliche Vorhaben befürworten und dem Objekt ihr Zustimmung erteilt haben.In Gau-Bischofsheim wird dafür eine große Liegenschaft entstehen. Der Architekt ist schon beauftragt, und der richtige Weg ist somit eingeschlagen.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.