Das Winzerfest in Nierstein lockte mit überwiegendem Sonnenschein und einem abwechslungsreichen Programm wie dem Schifferstechen. Fotos: Gregor Starosczyk-Gerlach

NIERSTEIN – „So schnell lassen wir uns nicht unterkriegen.“ Bürgermeister Thomas Günther (CDU) konnte am Festsamstag entspannt durch die Stadt flanieren und das Fest genießen. Das Unwetter, das am Vortag das Winzerfest in Nierstein für eine Weile in ein Chaos stürzte, zog glücklicherweise rasch vorüber. Die Stadt hat mit geeinten Kräften Mut bewiesen und sich nicht abschrecken lassen.

„Ja, das war schon sehr schlimm und eine sehr brenzliche Situation. Das Unwetter glich einem Orkan, der im alten Stadtkernbereich wütete“, sagte Günther. Die Stadt habe alle ihr zur Verfügung stehenden Kräfte aufgeboten, um das Fest zu retten und die Schäden zu beheben. „Die Feuerwehr, der Bauhof, alle waren etwa fünf Stunden im Einsatz.“
Zwar sei am Samstag das Schifferstechen ausgefallen, dafür durfte der „Rekordbesuch am Samstagabend“ – Günther nannte die Zahl von 15.000 Gästen – den Kummer von den Gesichtern der Organisatoren weggeblasen haben. Die hochsommerlichen Temperaturen sorgten zwar am Sonntag dafür, dass eher die schattigen Plätze im Ortskern sowie die Winzerinnenhöfe Hochkonjunktur genossen haben als die Festmeile oder beispielsweise der Künstlermarkt.

Die gute Stimmung ließen sich die Gäste nicht nehmen. Denn leer waren der Marktplatz, der Fronhof oder die Rheinpromenade keineswegs. Zahlreiche Besucher reisten mit dem Rad an. Das ziel ihrer Begierde: das Eis-Café Morano. Nierstein gefällt sich im Kleid des Mittelmeerfeelings. So wirkte verlässlich das Schifferstechen am Rhein, das zu den bekanntesten in der Region zählt, erneut wie ein Magnet auf die Zuschauer.
Bei den Männern setzte sich in dem spaßigen Wettbewerb Sascha Neumann durch, bei den Damen verteidigte Natascha Kähler den Titel aus dem Vorjahr und bei den Kindern setzte sich im Kampf der Geschlechter Frieda Geimer gegen Julius Frank nach nur wenigen Sekunden durch.

Ohne Zweifel, gehört das Winzerfest mit zu den besten Freizeit-Angeboten des Sommers. Nicht nur wegen des ansehnliche Angebots der Niersteiner Winzer, oder ob der kulinarischen Genüsse. In Nierstein kann sich der Besucher auch auf die Organisatoren verlassen, die auch einem Unwetter trotzen, um die Gemütlichkeit um jeden Preis zu erhalten.

Teilen
Vorheriger ArtikelEintauchen in die Welt der Noten
Nächster ArtikelLebenshilfe feiert traditionelles Sommerfest
Gregor Starosczyk-Gerlach
Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.