Der Aufschlag klappt schon gut, aber die Kinder lernten auch etwas über Teamfähigkeit und soziales Verhalten. Foto: Helene Braun

Laubenheim – Etwas zu trinken und Sportschuhe, mehr brauchten die Kinder nicht mitzubringen, die im Rahmen der Mainzer Ferienkarte beim Tischtennistraining der Spielgemeinschaft Tischtennis (SGTT) in der Sporthalle am Ried teilnahmen. „Vor allem sollen sie Spaß haben“, sagte der SGTT-Jugendwart Klaus Scheer über die acht Kinder zwischen acht und elf Jahren. Doch war das nicht das einzige. Der engagierte Jugendwart hatte noch mehr zu bieten.
In der großen Sporthalle ging´s richtig rund: Tischtennisplatten soweit das Auge reichte, daran junge Trainer beim Spielen mit den Kindern und dazwischen immer wieder Klaus Scheer, der die Kinder anfeuerte. „Nochmal fünf Minuten konzentrieren, du kommst hier rüber.“ Und: „Genau! Siehst Du? Schlag ihm den Ball um die Ohren.“ Der den Ball um die Ohren kriegen sollte, war ein junger Trainer aus dem Verein, sein Gegenüber ein kleiner Junge, vielleicht acht Jahre alt. Scheer ist mit Enthusiasmus dabei und das steckte auch die Kinder an. Nicht nur aus Laubenheim, aus ganz Mainz, der Innenstadt, aus Bretzenheim, Hechtsheim und Gonsenheim waren sie gekommen. Am Rande sah man eine Mutter und ein paar Väter sitzen, die die Auswärtigen begleitet hatten.

Erst kommt die Technik
„Heute sind lauter Anfänge hier, deshalb müssen wir ihnen erst etwas über die Technik vermitteln“, sagte Scheer. Eine Woche zuvor hatte bereits ein weiteres Training stattgefunden, in der Schulsporthalle. Aufschlag, Vorhand, Rückhand und die Koordination wurden geübt. Beim Tischtennis kommt es auf den gesamten Bewegungsablauf an. Scheer erklärte: „Die Beine dürfen nicht stehenbleiben.“ Schnelligkeit ist gefragt bei diesem Sport. Dass die Kinder Spaß hatten, merkte man ihnen an. Und so ganz nebenbei erfuhren sie auch etwas über Teamfähigkeit und dass sie miteinander, nicht gegeneinander spielen sollten.
Über das Schnuppern in den Verein
Natürlich freut sich Klaus Scheer, wenn jemand von den Kindern danach auch Interesse an der SGTT zeigt, aber viel mehr geht es ihm darum, die Kinder überhaupt an den Sport heranzuführen und sie zu motivieren, einem Sportverein beizutreten. In jedem Stadtteil gibt es Möglichkeiten dafür und Scheer nannte ihnen auch den jeweiligen Verein zu ihrem Wohnort. Einige hätten wirklich Talent gezeigt. An der Ferienkartenaktion hatte die SGTT in diesem Jahr zum ersten Mal teilgenommen und gerne würde Scheer das Angebot beim nächsten Mal wiederholen. „Ich finde das toll und den Kindern hat es auch richtig Spaß gemacht.“ Und er lädt dazu jeden ein, alle dürfen kommen, egal aus welchem Land sie stammen, egal, welche Hautfarbe sie haben. „Wir hören auch gerne Begrüßungen in 100 verschiedenen Sprachen. Wir fördern, aber wir fordern auch das höfliche Miteinander.“

SGTT fördert speziell
Die Spielgemeinschaft, die einen eigenständigen Verein bildet, ist aber auch Mitglied beim FSV Alemannia und dem Turnverein Laubenheim. So gelingen Kooperation und das fruchtbringende Miteinander. In der SGTT existieren zurzeit sechs Jugendmannschaften, zwei davon sind Anfängermannschaften. „Wir spielen im Kreiswettbewerb die ganze Saison über“, so Scheer. Und ganz wichtig, denn das sei nicht überall so: „Bei uns werden Anfänger ganz gezielt gefördert, niemand wird alleingelassen.“ Jetzt peilt Scheer noch eine Kooperation mit der Laubenheimer Grundschule an, mit der er in ständigem Kontakt steht. „Aber das müssen wir erst im Verein abklären und es organisieren.“

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig und seit 2014 Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.