Niersteins Stadtbuergermeister Thomas Guenther stand dem chinesischen Fernsehen gerne Rede und Antwort. Foto: Ralph Keim

NIERSTEIN – Es war ein bedeutender Moment: In Nierstein besiegelte eine chinesische Delegation ihren Wunsch, in Nierstein zu investieren. Genauergesagt geht es um die Absicht, im Rhein-Selz-Park in Kooperation mit der Technischen Hochschule Bingen eine Privatschule zu gründen.

Groß war das Aufgebot an chinesischen Gästen (und potenziellen Investoren), die Stadtbürgermeister Thomas Günther zunächst im Sironasaal begrüßte. Deutsche, chinesische und auch Niersteiner Wimpel und Fähnchen dokumentierten optisch den bedeutenden Tag. Stadtbürgermeister Günther gab Interviews für das chinesische Fernsehen und bekräftigte dabei und später in seiner Begrüßung die Bedeutung des Vorhabens und die wirtschaftliche Bedeutung von chinesischen Investitionen in Deutschland.

Eine chinesische Delegation aus Shijizhuang stellte im Sironasaal ihre wirtschaftlichen Moeglichkeiten und Absichten vor. Foto: Ralph Keim

Später ging es dann in den Rhein-Selz-Park, wo ein chinesischer Investor in Kooperation mit der TH Bingen eine private Fachhochschule gründen und bauen lassen will. An dieser Einrichtung sollen einmal chinesische und deutsche Studenten gemeinsam lernen, so der erklärte Wille der chinesischen Investoren und dem Präsidenten der TH Bingen, Klaus Becker.

Für Niersteins Stadtbürgermeister Günther sind chinesische Investoren in Nierstein jederzeit herzlich willkommen. Schließlich biete die Stadt mit dem Rhein-Selz-Park beste Rahmenbedingungen. Da stimmte die Präsentation der chinesischen Delegation aus der Zehn-Millionen-Metropole Shijizhuang mit Oberbürgermeister Hui Xing an der Spitze im Sironasaal durchaus optimistisch. Die Männer und Frauen aus dem Reich der Mitte jonglierten im kleinen Nierstein mit zweistelligen Milliardenbeträgen, unter anderem für den Tourismus, die Biomedizin oder auch die Entwicklung von alternativen Antrieben für Autos. Vielleicht fällt ja für Nierstein ein kleines Stück von diesem wahrlich üppigen Kuchen ab.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“