Großartiges im akustisch hervorragenden Kirchenraum: Die Finther Kirchenmusik. Foto: Werner Lehr

Finthen – Das Licht des Mondes drang durch den dunklen Nachthimmel auf die katholische Kirche St. Martin, deren Innenraum mit Lichtelementen verändert, sich in einen Konzertsaal verwandelt hatte. Es war still geworden im Kirchenraum, die Zuschauer blickten gespannt auf den abgedunkelten Altarraum.

Plötzlich wurde die Stille durchbrochen. Mehrere Instrumente bildeten gemeinsam ein einzigartiges Klangbild. Leise Musikpassagen wechselten zu lautstarken und temperamentvollen Passagen. Man fühlte sich zurückversetzt in eine längst vergangene Zeit, England im 12.Jahrhundert, Ritter, Kreuzzüge und Turniere. Die katholische Kirchenmusik Finthen präsentierte effektvoll und professionell Ivanhoe von Bert Appermont. Aber der Kirchenmusikverein hatte noch viel mehr im Gepäck, so „Jello“, ein Arrangement von Ben Haemhouts, Glocken im Hintergrund, Trompeten, tragende Musik. Götz Schwehm, der Dirigent der Kirchenmusik, stand wie ein Kapitän vor seiner Mannschaft, der sein Schiff durch eine stürmische See brachte.

Ganz anders die Interpretation von „As The Moon Whispers“ von Benjamin Yen. Dieses Arrangement beflügelte die Sinne der Zuschauer und passte hervorragend zum Titel des Konzertes, schwungvoll und temperamentvoll kam „The Storm“ von Bert Appermont.
Götz Schwehm, der große Magier der Musik, kommunizierte zu jeder Zeit mit seinen Musikern und brachte gemeinsam mit ihnen wieder Großartiges in diesen akustisch hervorragenden Kirchenraum. Dies wurde auch bei den Arrangements „Shenendoah“ von Frank Tichel und „Roccata“ von Darrel Barry klar. Mit mehreren Zugaben verabschiedete sich der Kirchenmusikverein von seinem dankbaren Publikum. Weitere Infos unter: http://www.kirchenmusik-finthen.de/

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