Für langjährige Wahlhelfer gab es in der Rheingoldhalle einen Empfang. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Sie treten nur alle vier oder alle fünf Jahre in Erscheinung. Sie wirken im Hintergrund, während andere gespannt auf das Ergebnis ihres Schaffens warten. Die Rede ist von Wahlhelfern.
Wenn eine Kommunal- oder Bundestagswahl ansteht. Wenn der Landtag oder der Oberbürgermeister neu gewählt wird oder die Bürger über ein umstrittenes Bauvorhaben abstimmen dürfen, schlägt ihre Stunde. Eine Großstadt wie Mainz braucht schon viele Dutzend Männer und Frauen, die dafür sorgen, dass die Stimmabgabe korrekt und die Stimmauszählung haargenau verlaufen. Des Geldes wegens melden sie sich mit Sicherheit nicht für den mehrstündigen Job, schließlich gibt es gerade einmal 35 Euro an sogenanntem Erfrischungsgeld.

Die Stadt Mainz bedankt sich allerdings mit einem Empfang für diejenigen, die seit vielen Jahren als Wahlhelfer fungieren. Am Sonntagvormittag war es wieder soweit. Mehr als 350 Männer und Frauen hatten sich im Nebensaal der Rheingoldhalle versammelt, wo sie von Oberbürgermeister Michael Ebling begrüßt wurden. Unter den engagierten Wahlhelfern waren etliche, die sich in der Kommunalpolitik engagieren, also selbst gewählt werden.

Der OB erinnerte daran, dass die Möglichkeit der Wahl zu den Grundpfeilern der Demokratie gehöre. Die Wahlhelfer tragen durch ihr ehrenamtliches Engagement wesentlich dazu bei, dass allgemeine, unmittelbare, freie, gleiche und geheime Wahlen seit vielen Jahrzehnten durchgeführt werden können, so der OB weiter.
Den vielen Wahlhelfern, die bei mindesten fünf überregionalen Wahlen wie Bundestags- oder Europawahlen im Einsatz waren, überreichte Ebling die Ehrennadel des Bundesinnenministeriums. Danach gab es ein gemütliches Beisammensein auf dem Jockel-Fuchs-Platz. Die Feierstunde umrahmten Tashibaeva Shirin und Belopunov Vladislav von der Musikhochschule Mainz.

Wahlhelfer werden immer gesucht. Im kommenden Jahr stehen zumindest die Kommunalwahlen an, außerdem wahrscheinlich die OB-Wahl. Wahlhelfer kann werden, wer für den jeweiligen Urnengang selbst wahlberechtigt ist und seit mindestens drei Monaten in Mainz wohnt.
Nähere Informationen und Anmeldungen gibt es unter 06131/12-3725 und wahlhelferstadt.mainzde.

Teilen
Vorheriger ArtikelBogenturnier 2018
Nächster ArtikelErinnerung an einen vergessenen Feiertag
Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“