Pater Johannes nahm von Wolfgang Sieber (rechts) und dem Vorsitzenden des Orgelvereins, Eberhard Schneider, den Spendenscheck entgegen. Foto: Ralph Keim

NEUSTADT – Ein Gottesdienst ohne Orgelspiel ist eigentlich undenkbar. Doch auch dieses hoch komplexe Instrument hält nicht ewig. Die Orgel der Kirche von St. Bonifaz muss sich einer Generalsanierung unterziehen, die mit rund 225000 Euro veranschlagt ist.

Der geschäftsführende Vorstand des Orgelvereins Mainz-Neustadt e.V. überreichte dazu dem Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde einen Scheck in Höhe von 11543 Euro. Die ungerade Summe ist damit zu erklären, dass der Orgelverein die Finanzierung der Sanierung der Windanlage und der Windversorgung der Orgel übernimmt. Dabei handelt es sich um eine wichtige Position des Generalsanierungsprojektes.

Pater Johannes, Pfarrer der Gemeinde St. Bonifaz, zeigte sich dankbar über die großzügige Spende des Orgelvereins. Zwar biete die Pfarrgemeinde immer wieder Orgelkonzerte, die Besucher weit über die Grenzen des Stadtteil hinaus anlocke. Aber die Gemeinde könne den finanziellen Aufwand der umfangreichen Sanierung auf keinen Fall alleine stemmen, betonte der Geistliche. Daher sei es umso lobenswerter, dass zahlreiche professionelle Musiker sich freiwillig in den Dienst der Orgelsanierung gestellt haben, so Pater Johannes.

Noch steht die Orgel auf der Empore von St. Bonifaz. Doch schon Anfang Juli wird die Empore leer stehen, weil dann die gesamte Orgel abgebaut und in die Werkstätte eines Orgelbauers in Baden-Württemberg transportiert wird. Dann stehen in 18 Teilabschnitten die umfangreiche Sanierung an. Im Mai soll dann die generalsanierte Orgel wieder in St. Bonifaz erklingen.

Ganz bewusst habe sich die Pfargemeinde für eine Sanierung und nicht für einen neue Orgel entschieden. Und das nicht nur aus finanziellen Gründen: Die Orgel zeigt sich in ihrer Grundsubstanz als facettenreiches Instrument, dessen Erhaltung sich auf alle Fälle lohne, erläuterte Pater Johannes weiter.

Der Orgelverein Mainz-Neustadt will sich darüber hinaus auch weiterhin an der Finanzierung der Generalsanierung beteiligen. Bislang konnten gut 67000 Euro angezahlt werden. Bis zum Mai kommenden Jahres muss die erforderliche Restsumme aufgebracht werden.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“