Die Besucher des 2. Zornheimer Weinevents „Unter den Linden“ genossen die besondere Atmosphaere rund um den Drei-Grazien-Brunnen. Foto: Margit Doerr

ZORNHEIM – Wo könnte in Zornheim schöner ein Weinfest gefeiert werden, als auf dem neu gestalteten Lindenplatz rund um dem Drei-Grazien-Brunnen, auf dem drei fröhliche, in Bronze gegossene Mädchen auf einer Kelter Trauben zu Most treten. Zwar sprudelt aus dem Brunnen nur Wasser, aber dennoch gab es genügend Wein für jeden Geschmack.

An den Ständen der sieben Zornheimer Weingüter Braunbeck, Schittler-Becker, Heinstadt, Keßler, Münzenberger, Schmitz und Sieben, die das Wein-Event „Unter den Linden“ im letzten Jahr ins Leben gerufen hatten und nun zum zweiten Mal dazu einluden, konnten die edlen Tropfen genossen werden. Dieses Jahr fand das Fest über das Pfingstwochenende statt.

Ausgestattet mit einem Weinpass, der es erlaubte – einmal für 12 Euro erstanden – an jedem der sieben Weinstände einen Wein zu kosten, schlenderten viele Besucher von Winzer zu Winzer.

Dem sommerlichen Wetter gemäß sei eher Weißwein ausgeschenkt worden, aber auch Rotweine im halbtrockenen Bereich seien hin und wieder gewünscht, meinte Winzer Johannes Keßler. „Die Atmosphäre ist super“, freute er sich am Samstagabend. Er betonte, dass die Winzer den Gästen ein hochwertiges Programm bieten wollten, und hob dankbar die Sponsoren hervor, mit denen das ermöglicht wurde, dass an jedem Abend Live-Musik auf der Bühne auf der Bühne gespielt wurde. Pfingstsonntag und -montag wurde zudem noch zum Frühschoppen, ebenfalls von Live-Musikern begleitet – eingeladen.

Zum Zornheimer Wein, der manchmal auch modernen Spezialitäten wie Aperol Spritz oder Bowle einen besonderen Geschmack verlieh, konnte auch Speisen genossen werden, die außergewöhnlich waren, denn neben Fischspezialitäten aus der witzig aussehenden, einem Leuchtturm nachempfundenen „Lütten Leuchte“, gab es auch gefüllte Klöße, mal vegetarisch, mal nach Pfälzer, mal nach Hunsrücker Art. Flammkuchen, Burger oder Crêpes waren ebenfalls im Angebot. Ein kleiner Künstlermarkt lockte zudem mit handgefertigten Kreationen.

Waren die beiden ersten Tage mit bestem Trinkwetter gesegnet mit entsprechend gutem Zuspruch, hatte am Sonntag der Himmel seine Schleusen geöffnet und nur wenige Gäste kamen auf den Lindenplatz. „Aber die Zornheimer feiern gern“, meinte Birgit Heinstadt am Montagmorgen und berichtete, dass am Abend zuvor, als die Band auftrat, doch einige Besucher sich eingefunden hatten. Ihr Weingut sowie das Weingut Schittler-Becker machten zudem auf den „Orgelwein“ aufmerksam. Denn in diesem Jahr können hier drei Weine gekauft werden, mit deren Erwerb die Finanzierung der neuen Orgel in der katholischen Kirche unterstützt wird. In den nächsten Jahren werden andere Zornheimer Winzer für einen „Orgelwein“ sorgen.