Das Mombacher Straßenfest sollte die Aufenthaltsqualität auf Mombacher Plätzen demonstrieren. Vor der Ortsverwaltung kam das Angebot gut an. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Mombach – Zur Hälfte in etwa ist die Hauptstraße jetzt fertig und neu. Jetzt haben die Mombacher Bürger auf den Plätzen, die die Verkehrsader von Mombach säumen, das erste Fest der umfangreich sanierten Straße gefeiert. So viel Unruhe die Baumaßnahme im Stadtteil verursacht hat, so zahlreich und freudig haben die Bürger nun das Ergebnis offenbar angenommen.
Rund einhundert Mombacher folgten der Einladung der Initiative „Lebenswertes Mombach“, um vor der Ortsverwaltung nicht nur symbolisch mit einem Glas Secco auf die Einweihung anzustoßen. Sondern bei angenehmen Gesprächen und warmen Temperaturen einige Zeit miteinander zu verbringen.
So sollte das auch sein mit den schicken Mombacher Plätzen, wenn man der Überzeugung des Oberbürgermeisters, Michael Ebling (SPD), und der Ortsvorsteherin von Mombach, Eleonore Lossen-Geißler (SPD), folgt. Ebling, der sich ganz zwanglos unter die Festbesucher gemischt hatte, unterstrich, dass das Straßenfest eben demonstrieren solle, „welches Potenzial in den neu gestalteten Plätzen steckt“. Mit über zwei Millionen Euro seien schließlich nicht unerhebliche Geldsummen in die Hand genommen worden. Die Ortsvorsteherin wies ebenso die Zielrichtung auf: „Wir freuen uns, dass wir jetzt eine ganze Reihe von schönen Plätzen haben, die belebt werden wollen.“ Dies werde man auch eifrig tun. So arbeite sie weiter daran, einen Wochenmarkt vor der Ortsverwaltung zu installieren, versicherte Lossen-Geißler.

Für das Straßenfest hat „Lebenswertes Mombach“ gleich drei Hechtsheimer Winzer gewonnen und gemeinsam mit dem Restaurant „Zum Brünnchen“ und der Metzgerei Walz einen ersten Test für die Aufenthaltsqualität auf drei Plätzen entlang der Hauptstraße vorgenommen: vor der Kirche St. Nikolaus, vor der Ortsverwaltung und am „Brünnchen“.
Bis die Menschen im Stadtteil ihre Hauptstraße indes vollständig, also bis zur Einmündung Liebigstraße, in ihrer Aufenthaltsqualität erleben werden, gilt der Grundsatz: Nach dem Fest ist vor dem nächsten Bauabschnitt und der beginnt am 13. September.
Die dritte Phase der Ertüchtigung soll etwa 14 Monate dauern und den Bereich vom Platz am Brünnchen bis zur Floßstraße einschließen. Die Fördergelder seien genehmigt, so die Ortsvorsteherin. Die Kosten von 2,2 Millionen Euro werden vom Förderprogramm Soziale Stadt bezahlt.

Am Rande des Straßenfestes befragt, sicherte der zuständige Bauleiter, Jürgen Frietsch, zu, dass „alle aus den Erfahrungen der vorausgegangenen Maßnahmen wichtige Schlüsse gezogen“ haben. Nach der ersten Informationsveranstaltung im August haben die zuständigen Abteilungen mit den Einzelbesuchen bei den Geschäften in Mombach begonnen. „Um vorab Absprachen zu treffen“, so Frietsch, „und die Anlieger sowie die Geschäftswelt so wenig wie möglich zu belasten“. Die Absprachen betreffen beispielsweise die Zulieferung und den Zubringerverkehr. Auch die Ortsvorsteherin will noch stärker auf Kommunikation setzen. Intensive Informationsarbeit kündigte außerdem Sören Ohl vom Mombacher Quartiersmanagement an.