Der unbeleuchtete Teil des Roten Weges soll künftig besser ausgeleuchtet werden. Foto: Oliver Gehrig

BRETZENHEIM – Das jüngste Bretzenheimer Verbrechen, bei dem ein Mainzelbahnfahrgast zu Fuß von der Haltestelle Südring über den unbeleuchteten Teil des Roten Weges verfolgt und schließlich am Färberweg überfallen wurde, beschäftigte nun den Ortsbeirat. In einem einstimmig verabschiedeten CDU-Antrag fordert das Gremium, diesen unbeleuchteten Teil des Roten Weges künftig besser auszuleuchten und somit die Sicherheit deutlich zu erhöhen. „Um der durch den Bau der Mainzelbahn höheren Nachfrage in den Abend- und Nachtstunden gerecht zu werden, ist es dringend erforderlich, hier besser auszuleuchten“, begründete CDU-Fraktionssprecher Manfred Lippold den Antrag.

„Es ist schade, dass es erst zu solch einem Überfall kommen muss“, sagte Michael Wiegert (SPD), der an einen abgelehnten Prüfantrag des Ortsbeirates zum Roten Weg von 2014 erinnerte. Bedauerlich sei auch, dass nachts kein Bus mehr fahre. Durch die veränderten Laufwege an den Haltestellen habe sich auch die Nutzung der Wege verändert, was zu berücksichtigen sei. Ortsvorsteherin Claudia Siebner (CDU) stellte heraus, dass es sich beim alten Prüfantrag um einen anderen Bereich des Roten Weges Richtung Schützenhaus handele. „Die Auffassung der Stadt hat sich aber geändert“, bemerkte sie. „Der Teilbereich Richtung Schützenhaus wird beleuchtet, die Zusage gibt es seit eineinhalb Jahren.“ Das müsse nun auch für den Bereich am Südring geschehen.
In der Bürgerfragestunde beklagte eine Anwohnerin, dass der Gehweg entlang der Mainzelbahntrasse am Ostergraben vom Blumenhaus bis zur Ulrichstraße ungepflegt sei. Das Grün werde nicht zurückgeschnitten, im Winter werde nicht gestreut. Der Ortsbeirat gab das ans Grünamt weiter.

Der größte Teil der jährlichen Verfügungsmittel des Ortsbeirates an die Vereine in Höhe von rund 1800 Euro wurde verteilt. 800 Euro erhält der Vereinsring, wovon 500 Euro für das Brezelfest und 300 Euro für den Adventsmarkt verwendet werden. Weitere 300 Euro gehen an die Kerb. Die Boule-Abteilung der TSG bekommt 200 Euro für die Pflege des Bouleplatzes. Die zehn Jahre alten „Brezelchen“ an der Ziegelei erhalten 100 Euro. Weitere 100 Euro gehen an die Jakobiner, die dieses Geld an die befreundeten Haubinger für deren Teilnahme an der Erstürmung der Ortsverwaltung weiterleiten. Was mit den übrigen rund 300 Euro geschieht, wird noch im Ortsbeirat beraten.

Teilen
Vorheriger ArtikelKeine Buchstaben im Buchstabensalon
Nächster ArtikelAltersgrenze nach oben ist aufgehoben
Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.