Claudia Siebner (li.) liebt Krimis und nahm gleich ein paar mit, hier mit Jutta Hager (re.) und Mitarbeiterin Regine Wachsmuth-Melm. Foto: Helene Braun

Bretzenheim – Für Leseratten ist er geradezu ein Mekka, für Ästheten auch. Und er ist für jeden offen. Im neuen ZMO-Buchstabensalon, zwischen Haupthaus und Café, findet man nicht nur Bücher die gesamten Wände entlang, auch andere Medien sind verfügbar wie CDs, DVDs, Bildbände und Weiteres, aber auch ein wunderschönes Ambiente, das ZMO-Geschäftsführerin Jutta Hager mit ihrem Team wie einen Salon gestaltet hat. Alte Sofas, neu bezogen an antiken Tischchen, Dekoratives wie kostbares Geschirr, Vasen, Spiegel und ein geschmackvoll gedeckter Kaffeetisch laden zum Verweilen ein.

Nur Buchstaben findet man nicht im Buchstabensalon, jedenfalls nicht an den Bücherregalen. „Wir wollten den Saloncharakter nicht stören“, sagte Jutta Hager bei der Einweihung, zu der auch Ortsvorsteherin Claudia Siebner gerne gekommen war. Und Hager, auf ihre praktische Art, bemerkte: „Man sieht doch, wenn lauter Autoren mit „P“ anfangen, wo man sich im Alphabet befindet.“

Glücklich ist Hager darüber, dass endlich – nach langem Bemühen – das Vorhaben, das Angebot an Secondhandmedien aus dem ZMO-Haupthaus auszulagern, gelungen ist. So werden die Bücher wirkungsvoll präsentiert und der Charakter des Raumes erzeugt Wohlbefinden beim Besucher in der Kombination von modern und „altmodern“, wie Hager den Stil nennt. Um diese Stimmung herzustellen, bedurfte es nicht nur entsprechender Renovierung und des Aussuchens der Möblierung, nein, es war auch eigens ein Lichttechniker vor Ort, der die Beleuchtungsart konzipiert hat. Spots sorgen zu den ohnehin stark leuchtenden Lampen für genügend Leselicht.

Das neue Team, das sich nur um den Buchstabensalon kümmert, berät die Kunden gerne, die hier für einen Euro ihren Bücherschrank auffüllen. Ortsvorsteherin Claudia Siebner war begeistert und ging gleich mit mehreren Krimis davon. Das Angebot fand bei ihr ebensolchen Zuspruch wie der sozialpolitische Faktor. „Das Angebot im ZMO mit Kunst und Kultur auf hohem Niveau ist niederschwellig zu erreichen.“ So hochwertig das Angebot auch ist, das Preisniveau bleibt niedrig.

Im Buchstabensalon ist jeder willkommen, zum Kaufen, zum Stöbern, zum Lesen. Die Öffnungszeiten sind denen der anderen ZMO-Räume gleich, nämlich täglich von 11 bis 18 Uhr, jeden 1. und 3. Samstag im Monat von 10 bis 14 Uhr.

Der im Haupthaus frei gewordene Raum kommt nun einer erweiterten Präsentation des übrigen Secondhand-Angebotes zugute, so dass die Kundenschar doppelt profitiert. Auch diese Räume sollen nach und nach ertüchtigt werden. Denn der Secondhandladen selbst geht gut. Hager: „Hier können Sie Ihren Kleiderschrank und den gesamten Haushalt ausstatten für kleines Geld.“

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig und seit 2014 Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.