Budenheims Bürgermeister Rainer Becker amtiert noch bis 31. August. Archivfoto: Gregor Gerlach

BUDENHEIM – Die Amtszeit von Bürgermeister Rainer Becker (CDU) neigt sich dem Ende entgegen. Wir sprachen mit dem Verwaltungschef über Erfolge und Enttäuschungen seiner 20 Amtsjahre.
Herr Bürgermeister Becker, wann genau haben Sie Ihren letzten Arbeitstag im Rathaus?
RAINER BECKER: Am 31. August ist mein letzter Arbeitstag als Bürgermeister. Gleichzeitig wird an diesem Tag in einer Gemeinderatssitzung mein Nachfolger Stephan Hinz in sein Amt eingeführt.

Welches Gefühl kommt in Ihnen hoch, wenn Sie daran denken?
RAINER BECKER: Zur Zeit steht einiges an Arbeit an. Einige Projekte, aber auch die Verabschiedung des Nachtragshaushaltsplanes. Insofern beschäftige ich mich noch nicht so intensiv mit meinem Amtsende. Ich denke aber, je näher der Tag naht, desto mehr werden sich auch Gefühle bemerkbar machen. Es wird sicherlich dabei ein lachendes, aber auch ein weinendes Auge geben. Ich bin aber nach wie vor der Auffassung, den richtigen Zeitpunkt zum Aufhören gewählt zu haben.
Wie gestaltet sich die Übergabe an Ihren Nachfolger Stephan Hinz?
RAINER BECKER: Schrittweise binde ich meinen Nachfolger in die einzelnen Aufgaben und Projekte ein. Einige Termine hatten wir hierzu schon. Da Herr Hinz als Beigeordneter schon ausreichend Einblicke in die Verwaltung hat, geht es nunmehr um die Vermittlung von detaillierten Informationen.

Was würden Sie als größte Erfolge Ihrer Amtszeit bezeichnen?
RAINER BECKER: Wichtig war mir, stets eine Politik zu machen, die eine solide Haushaltsführung ermöglicht und zur Realisierung von Projekten nicht auf den Geldbeutel der Bürgerinnen und Bürger schaut. Wenn ich zurückschaue, so werden mir in diesem Bereich der Erhalt der Selbstständigkeit der Gemeinde sowie die Schließung der Mülldeponie und die Entwicklung des Freizeitgeländes besonders in Erinnerung bleiben. 2001 habe ich das Konzept Schulerweiterung mit einer neuen Sporthalle, einer Platzgestaltung und den Bau eines Altenheimes zu Papier gebracht. Acht Jahre später war alles realisiert. Die Unterstützung aller, die sich ehrenamtlich engagieren, war mir stets wichtig und hat viel Raum in meiner täglichen Arbeit eingenommen.
Gab es auch Entwicklungen, die Sie enttäuscht haben?
RAINER BECKER: Mit Beginn meiner ersten Amtszeit habe ich mich um die Neu- und Umgestaltung des Bahnhofes bemüht. Gerne hätte ich den Budenheimern einen schöneren Bahnhof und ein gepflegteres Umfeld hinterlassen. Leider ist dies nicht gelungen. Ich gehe davon aus, dass unsere Planung von der Bahn erst in ein paar Jahren umgesetzt wird. Gerne hätte ich auch noch den Bebauungsplan Wäldchenloch zur Rechtskraft gebracht.

Wie wird das Leben der Privatperson Rainer Becker aussehen?
RAINER BECKER: Um etwas Abstand zu gewinnen, werde ich bis zum Jahresende einige Reisen unternehmen. Neben den Besuchen unserer Partnergemeinden Wiesmoor, Isola della Scala und Eaubonne habe ich bereits längere Urlaubsreisen gebucht. Die Zeit will ich nutzen, um etwas für meine Gesundheit zu tun, aber auch neue berufliche Aktivitäten auszuloten. Wichtig ist mir dabei, dass mein Leben nicht mehr durch einen gefüllten Terminkalender bestimmt wird.

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“