Das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Gonsenheim noch eine Schippe draufgelegt und konzertierte mit dem Blasorchester TV 04 Würges. Foto: Helene Braun

Gonsenheim – Dynamisch und stark rhythmusbetont startete das dritte Eröffnungskonzert zum Erdbeerfest mit „Rephrygeration von Todd Stalter in der TGM-Halle. Und diesmal hatte das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Gonsenheim noch eine Schippe draufgelegt. Die Bläser musizierten gemeinsam mit dem Blasorchester TV 04 Würges. Zusammen brachten die Musiker noch mehr Fülle als sonst beim grandiosen Auftakt zum Stadtteilevent. „Im letzten Jahr sprachen wir noch von einer schönen Tradition, die es werden könnte. Wenn ich jetzt sehe, wie viele Menschen gekommen sind, habe ich da keine Bedenken“, freute sich Moderator Thomas Lehr, der informativ und humorvoll das Konzert kommentierte. Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, Klassisches und Pop, durfte das Publikum eine gute Stunde lang genießen. Jutta Stinner hatte dazu die Bühne mit einem wundervollen Blumenarrangement dekoriert.

Angeboten habe sich das gemeinsame Konzert, weil Dirigent Nico Leikam auch der Dirigent der Freunde aus Würges ist und beide Orchester dieselben Stücke einstudiert hatten. „Ford´s Machine“ von Jess Turner, das Lehr als Automobilkomposition ankündigte, vermittele das Gefühl, inmitten der Autoproduktion zu stehen. Keine leichte Kost, vor allem nicht für die Musiker, die alle Hürden, die experimentellen Jazzelemente, sicher meisterten. Warum sie sich da herangetraut haben? Henry Ford solle einmal gesagt sagen: „Wer immer nur das tut, was er schon kann, bleibt immer nur das, was er schon ist.“ Überraschend kam da der Ausruf der Musiker: „Hey, groove it.“
„Sympatria“ ist eine Wortschöpfung, die das sich Wohlfühlen in der Heimat beschreibt. Die Komposition von Thomas Asanger wurde anlässlich des Wettbewerbes „Best of Blasmusik“ von Bundeskapellmeister Walter Rescheneder in Auftrag gegeben und im letzten Jahr für das Wettbewerbsfinale als Pflichtliteratur nominiert. Der Titel des Stückes ist Programm und thematisiert auf musikalische Weise, dass Heimat weniger eine Frage der räumlichen Herkunft, sondern viel mehr der sozialen Zugehörigkeit ist. Hitverdächtig als Nationalhymne, sollte noch eine irgendwo auf der Welt gesucht werden.

Mit Highlights from La La Land und Pariser Akkordeonmusik betraten die beiden Orchester den Bereich der leichteren Muse, um mit einem Potpourri aus Eric Clapton-Songs zu enden und die Menschen in der Halle wohlgestimmt auf das Erdbeerfest zu entlassen, das begeistert stehend applaudierte.
Für ihre hervorragenden Verdienste um die Feuerwehrmusik ehrte Holger Kaufhold vom Landesfeuerwehrverband Andrina Wernz und Roland Buchholz mit der bronzenen Ehrennadel, Melanie Krause und Sebastian Gäbler erhielten die silberne und Thomas Lehr bekam die goldene Ehrennadel.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.