Kosthem-Ortsbeirat-Linde: Der Abriss der alten Lindegebaeude an der Kostheimer Landstraße macht Fortschritte. Foto: Oliver Gehrig

KOSTHEIM – Voraussichtlich im Frühjahr 2019 ist Baubeginn für das neue Kostheimer Lindequartier an der Kostheimer Landstraße. Auf 80.000 Quadratmetern Wohnfläche entstehen in den kommenden fünf bis sechs Jahren voraussichtlich rund 800 Wohneinheiten. Diese gruppieren sich in sechs kleinen „Dörfern“ um einen Quartiersplatz, erläuterte der zuständige Architekt Peter Gresser jetzt im Ortsbeirat. Von einem Triple für Kostheim“ sprach Stadtplanungsdezernent Hans-Martin Kessler (CDU), der die Planung gemeinsam mit den Mitarbeitern des Stadtplanungsamtes im Detail vorstellte. Damit meint er den Neubau des Lindequartiers, das geplante benachbarte Nahversorgungszentrum Am Gückelsberg und den Abriss der beiden alten Nahversorger Aldi und Rewe zwischen der Müfflingstraße und der Kostheimer Landstraße zu Gunsten des neuen gemeinsamen Bürgerhauses für Kastel und Kostheim, das an gleicher Stelle entsteht.

Das neue Nahversorgungszentrum Am Gückelsberg soll nicht nur aus Filialen von Rewe und Aldi, sondern auch aus einem Drogeriemarkt und einem Getränkemarkt, einem Bäcker und einem Café sowie einem Ärztehaus und einer Apotheke bestehen. Dazu gibt es einen Aufstellungsbeschluss. „Die Nahversorgung für das Lindequartier und den Kostheimer Ortskern wird besser als zurzeit“, versicherte Kessler. „Es handelt sich um ein Stück Zwischenstadt zwischen Kastel und Kostheim“, ergänzte Marcus Vaupel vom Stadtplanungsamt. Der Abriss der alten Lindegebäude gehe voran. Noch in diesem Jahr gebe es die ersten kleinen Bauveränderungen an der Kostheimer Landstraße. Möglichst noch in diesem Jahr gebe es auch den Aufstellungsbeschluss für das neue Bürgerhaus.

Der Ortsbeirat hatte eine Reihe von Nachfragen. Michael Baron (CDU) wollte wissen, wie die Kostheimer Siedlung an das Nahversorgungszentrum angeschlossen wird. Das geschehe mittels einer Treppenanbindung über die Brücke plus Unterführung, erläuterte Vaupel. Eine weitere Fußgängerbrücke über die Bahntrasse sei dagegen zu teuer und zu schwierig. „Wir sprechen über Millionenbeträge.“ Auf den Wiesbadener Verkehrsentwicklungsplan, in dem die Hochheimer Straße trotz großen Zuwachses an Verkehr nur einspurig geführt werden soll, kam Gerd-Josef Weckbacher (AUF) zu sprechen. Es handele sich um eine Zielformulierung, das sei derzeit kein Thema, erwiderte Vaupel. Marion Mück-Raab (AUF) regte an, einen Fußweg entlang von Linde Carrier zum Nahversorgungszentrum einzurichten. Das soll geprüft werden. Auf die gewünschte Fußgängerbrücke vom neuen Wohnquartier zur Maaraue kam Walter Losem (SPD) zu sprechen. Das sei eine Option für die Zukunft, aber derzeit kein Planungsgegenstand, erwiderten die Stadtplaner.

Die Flächennutzungsplanänderung und der Bebauungsplan zum Gückelsberg wurden vom Ortsbeirat einstimmig angenommen.

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.