Die Stadt hat das benachbarte Grundstueck gekauft, das Haus darauf wird niedergelegt und so erhaelt das Kulturheim, das dann womoeglich Kulturzentrum heißen wird, mehr Luft zum Atmen. Visualisierung: Faerber Architekten

Weisenau – Lang hat es gedauert, aber nun liegt zumindest eine Grobplanung für den Umbau des Weisenauer Kulturheims vor. „Es hat uns umgehauen“, verkündete strahlend Ortsvorsteher Ralf Kehrein (SPD) beim Pressetermin beim CCW. Eng zusammenarbeitet hat der Verein unter Vorsitz von Klaus Hafner mit der Ortsverwaltung. Ideen aus den Workshops mit Bürgern sind eingeflossen und was nun herauskam, versöhnt mit der langen Wartezeit durchaus. „Wir sind glücklich, dass es jetzt losgeht und wir sehen eine Aufwertung des alten Gebäudes“, sagte Hafner.

Die Stadt hat das benachbarte Grundstück gekauft, das Haus darauf wird niedergelegt und so erhält das Kulturheim, das dann womöglich Kulturzentrum heißen wird, mehr Luft zum Atmen. Die Fastnacht 2019 wird allerdings noch im alten Gebäude stattfinden, dann beginnt die Sanierung – energetisch, barrierefrei und was die Fluchtwege und den Brandschutz betrifft. Letzteres hatte dafür gesorgt, dass dem CCW in der jüngsten Kampagne 200 Plätze fehlten. Mit diesem Manko muss der Verein auch 2019 noch leben. Dafür werden es später mehr sein als zuvor. Klaus Hafner sagte: „595 hatten wir, jetzt sind es 400, im neuen Kulturheim werden wir 650 Plätze haben. Und dann gibt es noch einige Dinge, die wir uns wünschen.“ 3,2 Millionen Euro stehen an Bundesgeldern dafür zur Verfügung. „Wir haben Lichtjahre auf diese Sanierung gewartet“, so Hafner weiter. „Man hätte alles schneller abwickeln können.“ Hätte nun aber die ADD, die an der Verzögerung schuld sein soll, nicht so lange gewartet, bezweifeln Hafner und Kehrein, dass der Plan so großzügig ausgefallen wäre wie er es jetzt ist.

Der Eingang wird seitlich verlagert, in einen Anbau kommen Gymnastikraum und Foyer. Der Saal wird teilbar, sodass insgesamt, so Hafner, „drei Veranstaltungen gleichzeitig laufen können“. Vom Keller bis zum Dach gibt es einen Aufzug, auch die Toiletten werden saniert und die Duschen. Die Empore im Saal wird nach rechts und links erweitert zu einer Galerie – wie im Schloss. Für einen Caterer gibt es alle Einrichtungen, die er braucht. Die Bühne behält ihre jetzige Breite, wird aber tiefer, was Hafner sehr begrüßt. „Wenn wir da mit dem Komitee sitzen, müssen wir schon achten, dass wir nicht die Bühne runterfallen.“ Kehrein: „Der ganze Bereich wird erheblich aufgewertet, denn daneben wird eine fünfzügige Grundschule gebaut.“

Der Carneval Club Weisenau werde das Kulturheim, dessen neuer Name noch nicht feststeht, weiterbetreiben, so Hafner. Hier stelle sich die Frage: „Was brauchen wir als Hauptnutzer dringend für unsere Sitzungen.“ Mit Baudezernentin Marianne Grosse sei bereits vereinbart, dass die Vereine noch einmal einbezogen würden für die Feinplanung.

Teilen
Vorheriger Artikel„Schönes Bretzenheim“ jetzt auch beim Brezelfest
Nächster ArtikelEhrenamtlich verdient gemacht
Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.