Das alte Jordan-Schulgebäude weicht einer Wohnbebauung. Foto: Oliver Gehrig

HARTENBERG-MÜNCHFELD – Der Stadtteil HaMü darf sich auf ein neues Wohnquartier mit 270 Wohneinheiten und einer Kindertagesstätte freuen, das voraussichtlich im Jahr 2021 bezugsfertig ist. Nach dem Okay des Stadtrates zum Bebauungsplan und zum städtebaulichen Vertrag fiel nun der Startschuss für das neue Wohnprojekt „Wohnen am Hartenbergpark“. Dazu versammelte sich nahezu die komplette Stadtspitze auf dem Gelände des ehemaligen Peter-Jordan-Schulgebäudes, das der Neubebauung weicht.

Was uns umtreibt, ist das Thema Wohnen, denn diese Stadt wächst“, sagte OB Michael Ebling (SPD). „Wir haben den Mietpreisen den Kampf angesagt, wir wollen das Angebot erhöhen.“ Die Peter-Jordan-Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung habe am Gleisberg ein schönes neues Domizil gefunden. Zuvor war die Schule nach ihrem Auszug aus dem Hartenberg von 2008 bis 2017 im Provisorium des ehemaligen FH-Gebäudes An der Bruchspitze untergebracht. Das alte Schulgebäude auf dem Hartenberg diente einige Jahre als Flüchtlingsunterkunft und steht seit 2014 leer.

Die Leitidee lautet ,Wohnen im Park‘“, erläuterten die Wohnbau-Geschäftsführer Thomas Will und Franz Ringhoffer. Durch die Anbindung an den Hartenbergpark entstehe Wohnraum mit besonderer Aufenthaltsqualität. Mittelpunkt des Quartiers wird eine grüne Mitte, um die sich ein Ensemble von Stadtvillen gruppiert. Es gibt ein Nachbarschaftscafé im Gruppenraum, das vom Quartiersmanagement unterstützt wird. Ein Teil der Spielgeräte auf dem Hartenbergpark wie etwa die Seilbahn muss verlegt werden. Anstelle des Sportplatzes wird ein neuer Bolzplatz gebaut.

Die Bebauung der 23.000 Quadratmeter großen Grundstücksfläche teilen sich je zur Hälfte die Wohnraum Mainz GmbH, ein Tochterunternehmen der Wohnbau, und die emag GmbH, ein Tochterunternehmen der Mainzer Aufbaugesellschaft (MAG). Rund 30 Prozent der 270 Wohneinheiten ist für den geförderten Wohnungsbau vorgesehen. Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen Ende 2018 oder Anfang 2019, da zunächst die Archäologie das Areal unter die Lupe nimmt. Die Bauzeit beträgt knapp zwei Jahre. „Es entsteht ein gemischtes Quartier aus Eigentumswohnungen und Mietwohnungen“, ergänzte Martin Dörnemann, Geschäftsführer der emag. „Das ist wichtig für die Stabilität der Zukunft.“ Die Wohnbau investiert rund 25 Millionen Euro, die emag konnte noch keine konkreten Zahlen nennen.

Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch (SPD) stellte heraus, dass eine vierzügige Kita hinzukommt, die die Zahl der Betreuungsplätze in HaMü erhöht. Es entstehe ein Wohnquartier mit Wohnformen für Jung und Alt aus allen Schichten, so Bürgermeister Günter Beck (Grüne), Aufsichtsratsvorsitzender der MAG. Baudezernentin Marianne Grosse (SPD): „Wir haben hier die große Chance auf ein sehr schönes Wohnquartier. Die Kombination aus Park und Wohnquartier gibt es so in Mainz bisher nicht.“