Die Jugendlichen bewiesen ihr Können beim Tag der Feuerwehr. Foto: Helene Braun

Harxheim – Eine Superidee hat die Freiwillige Feuerwehr Harxheim bei ihrem Tag der Feuerwehr umgesetzt. Kleine und Große durften am offenen Feuer ausprobieren, wie es ist, mit einem Feuerlöscher zu hantieren. Der sogenannte Feuerlöschtrainer sollte ein Gefühl für die Handhabung vermitteln, zwar mit Wasser statt mit Pulver, aber darauf kam es nicht an. Wissen muss man: erst Sicherheitsstift rausziehen, dann auslösen. „Jawoll, das sieht gut aus“, ermunterte stellvertretender Wehrführer Axel Zimmermann das erwachsene Publikum. Die Kleinen brauchte er nicht zu bitten, sie waren sowieso hochmotiviert, sogar mit Feuerwehrhelmen auf dem Kopf.

Bei leckeren Speisen und Getränken und Kaffee und Kuchen von der Feuerwehrfamilie ließ sich bei schönstem Wetter gut feiern, in der Turnhalle und davor. Daneben fanden die Löschfahrzeuge Platz, wo man alles innen wie außen besichtigen und sogar hineinklettern durfte. Mit der Ausrüstung ist Wehrführer Alexander Reis sehr zufrieden. „Die Verbandsgemeinde unterstützt uns sehr gut und wir haben einen tollen Förderverein, der über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgeht“, so Reis. Mit 28 Aktiven steht die Feuerwehr Harxheim gut da, doch der Nachwuchs ist immer Thema, auch hier. Sechs Kinder und Jugendliche von zehn bis 16 Jahren treffen sich in der Jugendfeuerwehr und sie leisteten ganze Arbeit bei der Übung, die sie am Nachmittag vorführten.

Angenommen wurde ein Baumbrand und als die Jugendlichen anrückten, versammelten sich die Zuschauer in großen Mengen im Halbkreis um die Szenerie. Auch der oberste Dienstherr, VG-Bürgermeister Dr. Robert Scheurer, VG-Wehrleiter Bernward Bertram und Landrätin Dorothea Schäfer waren unter den Schaulustigen, als von zwei Seiten die C-Strahlrohre auf das Bäumchen gerichtet wurden. Auch dafür eignete sich der Platz vor der Turn- und Sporthalle besonders gut. Danach boten die Aktiven noch eine Schau zu technischer Hilfeleistung.

Bei dieser Location will es Wehrführer Reis auch künftig belassen. „Seit 2016 feiern wir hier unsere Feste und nicht mehr am Feuerwehrgerätehaus“, erzählte Reis. Da sei es zwar schön, aber es gebe wenig Platz. „Hier haben wir wirklich Feuerwehr zum Anfassen“, sagte er. Besonders stolz ist Alexander Reis darauf, dass alle Generationen in der Feuerwehr zusammenkommen und auch vertreten sind. Da sind die Kinder, die Aktiven und die Alterskameraden, von denen der älteste 83 Jahre alt ist. „Wir gestalten über Generationen hinweg das Sozialleben im Ort“, so Reis.

Bereits am Vorabend feierten die Feuerwehrleute traditionell in den Tag der Feuerwehr hinein mit einem Dämmerschoppen und zur Musik der Draiser Feuerwehrkapelle. Wer bei der Jugendfeuerwehr mitmachen will (von 10 bis 16 Jahren), kann donnerstags einfach im Feuerwehrgerätehaus ab 18 Uhr vorbeischauen und sich informieren. Und noch ein Angebot macht die Feuerwehr. Wollen Erzieher und Lehrer in Kita und Schule am Feuerlöschtrainer trainieren, kommt die Feuerwehr vorbei und zeigt, wie´s geht.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig und seit 2014 Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.