Die vom Ortsbeirat geforderte barrierefreie Umgestaltung der Kreuzung Am Katzenberg soll nun im Zuge des Ausbaus der L 419 geschehen. Foto: Helene Braun

Finthen – Eltern und Mitarbeiter des Waldorfkindergartens in der Flugplatzstraße sehen ihre Kinder gefährdet, weil dort schneller gefahren wird als erlaubt. Das griff in der jüngsten Ortsbeiratssitzung die CDU auf und stellte den Antrag, zu prüfen, ob hier nicht sogar eine Tempo-30-Zone sinnvoll sein könne. Marc Bleicher (SPD) bekräftigte: „Die Sicherheit unserer Kinder sollte uns das wert sein.“ Dem wollte Volker Wittmer (Grüne) nicht in allen Punkten zustimmen. Natürlich sei die Sicherheit der Kinder jede Anstrengung wert, befand aber: „Ich halte das für übertrieben, es ist keine Schule, es ist ein Kindergarten, die Kinder werden geholt und gebracht.“ Der Waldorfkindergarten könne leicht selbst ein gefahrloses Ein- und Aussteigen ermöglichen. Und er setzte noch einen drauf im Gedanken an die Dependance-Kita auf der Römerquelle und das chaotische Parkverhalten der Eltern vor zwei Jahren: „Das Verhalten der Eltern provoziert erst die Unfälle.“ Der Antrag wurde vom Gremium angenommen bei Enthaltung der Grünen.

Neuigkeiten gab es auf Anfrage der CDU zum Neubau der Grundschule an der Layenhofstraße, interessant auch vor dem Hintergrund der mangelnden Hallenkapazitäten für die Vereine. Worauf diese hoffen, nämlich auf den Bau der Schulsporthalle, wird noch dauern. Die Spothalle kommt nach der Antwort der Stadt erst nach Abschluss des Schulbaus, für den noch keine Genehmigung der ADD vorliegt. Man rechne im laufenden Jahr 2018 damit. Nach Baubeginn sei dann mit einer Bauzeit von 16 Monaten zu rechnen. Der Neubau der Schulsporthalle werde dann noch einmal 14 Monate in Anspruch nehmen. Den Vereinen steht sie dann nachmittags nach dem Unterricht und am Wochenende zur Verfügung. Die Kinder sollen während der Bauzeit in mobilen Schulräumen auf dem Gelände unterrichtet werden. Was mit der leerstehenden Schule in der Lambertstraße geschehen soll, steht noch nicht fest. Manfred Mahle (SPD) wies darauf hin, dass dazu unbedingt der Ortsbeirat und die Vereine in die Planungen einbezogen werden müssten.

Die von Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) im Frühjahr 2016zugesagte barrierefreie Umgestaltung der Kreuzungsanlage Am Katzenberg, sei überholt, so Eder in einem Schreiben an den Ortsbeirat. Im Ausbau der L 419 zwischen A60 und dem Ortseingang werde die Kreuzung mitbedacht. „Das ist aber nur ein Teil der Antwort“, kritisierte Willy Wagner (CDU), der immer noch auf die Fahrbahnerneuerung in der Kurmainzstraße wartet. Ein Stück ist nämlich nicht erneuert, das zwischen Tankstelle und Poststraße. Willy Wagner hatte dies für die CDU schon mehrfach im Ortsbeirat angemahnt.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig und seit 2014 Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.