Dezernent Christopher Sitte und OB Michael Ebling (rechts) uebergaben den Lausanne-Wegweiser offiziell seiner Bestimmung. Foto: Ralph Keim

MAINZ – In der Landeshauptstadt kommt wirklich keiner am Wein vorbei: An den Samstagen das Marktfrühstück, an den Wochenenden der Weinstand, der jetzt unterhalb des Rathauses steht, nach Feierabend an jedem ersten Dienstag im Monat der Weinsalon nahe der Auffahrt der Theodor-Heuss-Brücke.

Und am Rheinufer, ebenfalls unterhalb des Rathauses, steht ein Hinweisschild, das ausweist, wie weit die Metropolen des Netzwerks Great Wine Capitals entfernt sind: 878 Kilometer bis nach Bordeaux, 1637 Kilometer bis nach Porto und 9135 Kilometer bis in Nappa Valley bei San Francisco, um nur drei Beispiele zu nennen. Und 532 Kilometer bis nach Lausanne. Denn mittlerweile haben sich die Weltweinhauptstädte mit Lausanne auf zehn Mitglieder (sechs davon aus Europa, vier aus der „Neuen Welt“) erweitert.

Der Hauptort des Schweizer Kantons Waadt hat knapp 140000 Einwohner und liegt am nördlichen Ufer des Genfersees. „Es ist wahrscheinlich gar nicht so vielen bekannt, dass Lausanne auch für guten Wein steht“, freute sich Oberbürgermeister Michael Ebling auf den Zugewinn des Netzwerks Great Wine Capitals, das international renommierte Weinanbaugebiete vereint. Mainz und Rheinhessen als Einheit gehören dem Netzwerk seit zehn Jahren an.

Dabei ist das Netz durchaus stets im Wandel begriffen. Der Kreis der Mitglieder wandelt sich, neue Mitglieder kommen hinzu, andere verlassen die Gemeinschaft. 2018 sind Adelaide (Australien), Bilbao-Rioja (Spanien), Bordeaux (Frankreich), Lausanne (Schweiz), Mainz/Rheinhessen, Mendoza (Argentinien), Porto (Portugal) sowie San Francisco-Napa Valley (USA), Valparaíso/Casablanca Valley (Chile) und Verona (Italien) die weltweiten Vertretungen.

Der ganz in der Nähe einer Schiffsanlegestelle stehende Wegweiser ist mit seinen Entfernungsangabe auch ein beliebtes Fotomotiv bei Touristen. Als OB Ebling und Dezernent Sitte den Lausanne-Wegweiser offiziell seiner Bestimmung übergaben, kam tatsächlich ein Gruppe Touristen vorbei, die begeistert die Entfernungshinweise fotografierten.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“