Der SKB kritisiert den Entwurf des geplanten Gustavsburger Bürgerzentrum und will nun einen Arbeitskreis initiieren. Foto: Ralph Keim

GUSTAVSBURG – Ein Veranstaltungssaal für weniger als 200 Personen, eine Bühne von deutlich unter 80 Quadratmetern – das sind die wesentlichen Eckpunkte des Entwurfs für ein neues, rund 6,4 Millionen Euro teures Bürgerzentrum im Gustavsburger Ortskern. Damit ist die Verwaltung einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung nachgekommen, der die Rahmendaten vorgegeben hat.

In das neue, nahe des Rudolf-Diesel-Platzes

Das Gustavsburger Bürgerhaus ist nicht mehr zeitgemäß und soll durch ein neues Bürgerzentrum ersetzt werden. Foto: Ralph Keim

vorgesehenen Bürgerzentrum soll auch das Bürgerbüro integriert werden. Mitarbeiter der Verwaltung würden im Bürgerzentrum Büros beziehen. Das nicht mehr zeitgemäße Rathaus in Gustavsburg würde dann aufgegeben, das Gebäude für einen Verkauf vermarktet. Ebenfalls aufgegeben und dann abgerissen würde das bestehende Bürgerhaus.

Gegen die Pläne läuft der Sport- und Kulturbund (SKB) Gustavsburg als Dachverband der Vereine allerdings Sturm. Der SKB beklagt, dass das Konzept komplett an den Bedürfnissen der Vereine vorbeigehe und eine Reihe von Veranstaltungen gefährde. Der SKB nennt als Beispiele unter anderem seinen Quizabend im Vorfeld des an Pfingsten stattfindenden Burgfestes, aber auch die Sitzungen des Gustavsburger Carneval-Clubs.
Der SKB fordert eine 80 Quadratmeter große Bühne sowie einen Saal für mindestens 250

Hier soll das neue Gustavsburger Bürgerzentrum gebaut werden. Foto: Ralph Keim

Personen, nach Möglichkeit für 300 Personen. Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha verweist darauf, dass in Ausnahmefällen der Saal auch 250 Besucher aufnehmen könnte. Er macht zudem darauf aufmerksam, dass mit dem Neubau ein Zentrum entstehen soll, das von den Bürgern auch tagsüber belebt werde, was wiederum den Gustavsburger Ortskern zusätzlich belebe.
Die Stadtverordnetenversammlung hat den Entwurf ohne Abstimmung zur Kenntnis genommen. Der SKB will nun einen Arbeitskreis initiieren, an dem sich alle Fraktionen beteiligen sollen.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“