Start Editorial_Weiss Den eigenen Jahresrhythmus leben

Den eigenen Jahresrhythmus leben

Allmählich kommt die Phase, in der die Jahresanlaufschwierigkeiten aus dem Weg geräumt sind und sich die Wogen des aufregenden Neubeginns wieder glätten. In der Mitte des Jahres rollt das Geschäft dann wie von selbst. Doch schon bald drohen wieder im Hinterkopf die Sommerferien. Mit dem schönen Wetter scheinen sie sich unaufhaltsam zu nähern. Dann versinkt wieder jeder in diesen Hitzeblues und nichts geht mehr. Wenn ich es recht bedenke, ist jetzt gar kein sorgloses Dahingleiten in der lauen Frühlingsluft angesagt, sondern vorbeugendes Handeln angesichts der sich nähernden Urlaubswut. Und dann? Ja der Herbst wird wieder aufregend. Da will jeder ganz unbedingt alles und sofort. Bis dann die Endjahreszeit der Hektik die Krone aufsetzt. Was bis Dezember nicht gerissen ist, muss jetzt ganz schnell in trockene Tücher gebracht werden. Jetzt gilt es! Das Jahr nähert sich unaufhaltsam dem Ende. Wer macht eigentlich diesen Jahresplan? Wieso wirkt das alles so gesetzt? Weil alle mitmachen? Mir geht es ja ganz ähnlich. Die jahreszeitlichen Stimmungen tragen auch mich durch die Zeiten. Veränderungen werden am Jahresanfang in Angriff genommen. Bei sommerlicher Hitze geht auch mir die Luft aus. Und wenn es dann wieder im Herbst los geht, dann ist Eile angesagt, dass die Ziele für dieses Jahr erreicht und die für das nächste Jahr definiert werden. Ist das alles unwiderruflich? Oder lohnt es sich nicht doch noch, einmal einen eigenen Jahresrhythmus zu definieren?

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Redaktion
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