Nach bestandener Prüfung und Erhalt des Jagdscheines, dem sogenannten grünen Abitur, wurden Oliver Henning und Andreas Arnold von Werner Simon offiziell in den Kreis der aktiven Jäger aufgenommen. Foto: Werner Lehr

Finthen – Bis in den Rheingau und weit über Finthen kann der Jäger von der Jagdhütte der Finther Jäger schauen. Nicht nur einen schönen Blick in die weite Landschaft hat man von hoch oben auf der Höhe des Elmerberges. So mancher Jägerabend wurde hier auch schon gefeiert. Nun hatten die Jäger zum „Jägerschlag“ eingeladen.

Ein Jahr mussten Oliver Henning und Andreas Arnold sich einer harten Ausbildung und der Aneignung eines umfangreichen Wissens unterziehen. Hierbei wurden sie von Sebastian Schmitt umfassend unterstützt, bevor sich die beiden der Prüfung zum Jagdschein unterzogen. Nach bestandener Prüfung und Erhalt des Jagdscheines, dem sogenannten grünen Abitur, wurden Oliver Henning und Andreas Arnold von Jagdpächter Werner Simon offiziell in den Kreis der aktiven Jäger aufgenommen.

Hierzu mussten die beiden sich hinknien, Heinz Geier und sein Kollege Sebastian Schmitt bliesen das Jagdhorn und Werner Simon führte mit einem eigens für solche Zwecke geschaffenen Weidblatt den Jägerschlag auf die Schulter der beiden Kandidaten aus. Im Anschluss überreichte er die Ernennungsurkunden und trank mit den beiden gemeinsam aus einem Trinkhorn einen kräftigen Schluck eines edlen Weines. Mit frisch Gegrilltem, Salaten und passenden Getränken stieß man auf die beiden neuen Jagdkameraden an.

Auf Fläche von rund 600 ha, gepachtet von den Jagdpächtern Heinz Geier, Werner Simon, Willi Weil und Sebastian Schmitt, gehen die Finther Jäger zu den freigegebenen Zeiten auf die Jagd. Oft sind mit Gästen bis zu acht Personen dabei. Werner Simon sagte: „Die Finther Jäger haben ein gutes Verhältnis zur Jagdgenossenschaft (Grundstückseigentümer), den Finther Bauern und der Polizei. Auch haben sie einen guten Kontakt zu den Reviernachbar-Jägern.“ Doch ist es mit dem Niederwild wie Hasen, Kaninchen, Rebhühnern und Fasanen in Finthen nicht mehr so gut bestellt. Dafür gibt es Schwarzwild wie Wildschweine in Hülle und Fülle. Über das Jahr verteilt, werden sie oft bei Wildunfällen um Hilfe gebeten. Die Finther Jäger haben ein eigenes Schlachthaus mit Kühlraum. Jedes Jahr bieten sie auf dem Finther Adventsmarkt ihre Wildspezialitäten an.

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Werner Lehr
Ich bin seit 1992 von Zeit zu Zeit mit dem Verfassen von Berichten und Werbetexten beschäftigt. Nach dem erfolgreichen Abschluss in den Bereichen Rhetorik und moderner Kommunikationstechnik habe ich mich mit der aktuellen Berichterstattung aus den Bereichen Vereine, Wirtschaft, Kultur, Lokalpolitik und dem kirchlichen Bereich beschäftigt. Ab 2018 freue ich mich auf eine neue Herausforderung bei der Lokalen Zeitung in Mainz.