Nach einem Jahr Pause gibt es wieder das Baumklettern. Foto: Oliver Gehrig

BRETZENHEIM – Viele Neuerungen gibt es beim 39. Bretzenheimer Brezelfest, das von Freitag bis Sonntag, 8. bis 10. Juni, auf die Flaniermeile An der Wied lockt. Das machte jetzt die mehr als zweistündige Jahreshauptversammlung des ausrichtenden Vereinsrings deutlich, zu der Vorsitzender Manfred Lippold rund 30 Mitglieder im Sitzungssaal der Freiwilligen Feuerwehr begrüßte.

Die wichtigste Neuerung vorneweg: Erstmals gibt es auch am Freitagabend Livemusik, und zwar auf beiden Bühnen jeweils von 19 bis 23 Uhr. Anlass für diese Erweiterung ist das 40-jährige Bestehen des Vereinsrings. Außerdem werden „10 Jahre Bretzenheimer Brezelkönigin“ gefeiert, sodass das Fest in diesem Jahr noch etwas größer als sonst aufgezogen werden soll. Das Schubkarrenrennen am Freitagabend entfällt diesmal zu Gunsten der Livemusik, der Funzelabend bleibt hingegen bestehen. Die offizielle Eröffnung des Festes mit den Brezelmajestäten sowie den Politikern und Vereinen ist wie gewohnt am Samstag um 15 Uhr am Rathaus. Dazu spielen die Jakobiner auf. Erstmals beim Brezelfest dabei sind die Guggemusiker „Die Tonschiddeler“ und die ebenfalls aus der Fastnacht bekannten Gonsenheimer „Schnorreswackler“. Neu sind auch die Eimerkette der Freiwilligen Feuerwehr und die Einrad-Vorführung des Hechtsheimer Radsportvereins. Den Brezelbrunch am Sonntag von 10.30 bis 12.30 Uhr begleitet Cäcilia Gonsenheim musikalisch. Ab 13 Uhr gibt es den Sportlertalk mit prominenten Sportlern anstelle der Backshow der Landfrauen. Nach einem Jahr Pause wieder dabei sind die Baumpflege mit ihrem Baumklettern und der SC Waidmannsheil mit seinem Schießangebot auf dem Kirchplatz.
Beim Brezelbrunch sieht Vorsitzender Lippold noch Luft nach oben. „Das Essensangebot ist an vielen Ständen ausgegangen, das darf uns nicht mehr passieren.“ Er wünscht sich zudem mehr Vielfalt. Mit Wegweisern und Hinweistafeln zum Essensangebot soll der Brezelbrunch am Sonntag von 10.30 bis 12.30 Uhr diesmal besser ausgeschildert werden. So gibt es etwa „Weck, Worscht und Woi““ beim CKV, Weißwurst und Weißbier bei den Pfadfindern sowie Waffeln mit Erdbeeren bei den Landfrauen. Die Getränkepreise bleiben unverändert, auch das Glaspfand beträgt wie im Vorjahr 2 Euro. Dem Vandalismus auf dem Kirchplatz mit vielen zerschlagenen Glasflaschen hat Lippold zum Schutz der Kinder den Kampf angesagt. Erstmals sorgen zwei Wachleute nachts von 19 bis 6 Uhr für Sicherheit, was mit 400 Euro zu Buche schlägt. Außerdem soll dort eine Glastonne aufgestellt werden.

Auf die hohen Kosten des Brezelfestes gingen der Vereinsringschef und Kassierer Gerhard Stenner gesondert ein. Im vergangenen Jahr gab es ein Minus von 4143 Euro, das nur dank der Spendenbereitschaft der Vereine und der Gewerbetreibenden aufgefangen werden konnte. Zudem hatte der aufgelöste Kreativkreis sein Vermögen von 2288 Euro gespendet, sodass letztlich ein Plus von 6074 Euro herauskam. „Das Brezelfest lebt von Spenden“, betonte Lippold. „Ein großes Dankeschön an die Vereine und an unser Gewerbe.“
Ein weiteres Thema ist der Aspekt der Sicherheit. So soll eine neuralgische Stelle des Brezelfestes besser abgesichert werden. Dazu gab es zahlreiche Ideen, die nun geprüft werden.

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Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.