Sehenswert: das von Michael Wolff geschaffene schwebende Labyrinth. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Es ist ein fazinierendes Spiel aus Licht, Schatten und Linien, das sich Besuchern der Chrsituskirche derzeit bietet. Und auch wenn die meisten sich freuen, dass es tagsüber wieder länger heller bleibt, so lohnt sich der Besuch besonders bei einsetzender Dämmerung.

Denn in der Evangelischen Christuskirche ist noch bis 25. November ein schwebendes Labyrinth zu sehen, das unterhalb der Kuppel installiert ist. Das sechs Meter im Durchmesser große,

Auch sonst bietet die Christuskirche besonders in der Abenddämmerung ein faszinierendes Spiel aus Licht, Schatten und Linien. Foto: Ralph Keim

in einer Höhe von 20 Metern schwende „Himmelslabyrinth“ ist das Werk des Mainzer Künstlers Michael Wolff. Während der gesamten Zeit wird die Kuppel der Christuskirche nicht nur von innen, sondern auch von außen in ein blaues Licht getaucht sein und das Mainzer Stadtbild prägen. Schon von der Theodor-Heuss-Brücke aus ist dieses markant-blaue Licht zu erkennen.
„Wir freuen uns sehr über dieses Kunstprojekt“, so Pfarrerin Bettina Klünemann. Sie hofft, dass es viele Menschen zum Staunen und Nachdenken bring. „Der blau leuchtende Kirchturm hat schon viele aufmerksame Passanten nachfragen lassen, was hier geschieht“, so Klünemann.

Über sein Kunstwerk sagt Michael Wolff: „Mein Labyrinth ist nur mit den Augen begehbar.“ Es ist nicht das erste Projekt Wolffs in Zusammenarbeit mit der Christuskirchengemeinde. „Das Labyrinth ist bereits meine vierte Installation in der Christuskirche“, berichtet der Künstler. Das Labyrinth ist seit Ende des vierten Jahrhunderts ein Symbol, das im Christentum verwendet wird und das noch immer eine metaphorische Wirkung hat. im Laufe der Zeit bis heute nicht eingebüßt“, so Wolff.
Rund um das Kunstwerk sind zahlreiche Veranstaltungen geplant.

Auch sonst bietet die Christuskirche besonders in der Abenddämmerung ein faszinierendes Spiel aus Licht, Schatten und Linien. Foto: Ralph Keim

Das Labyrinth kann täglich bis 18 Uhr besichtigt werden. Neben Konzerten und Workshops mit Kindern und Jugendlichen wird es „blaue Stunden“ mit Musik und Texten aus Literatur und Wissenschaft, aber auch thematische Gottesdienste und Angebote über meditativen Tanz, Körpererfahrungen sowie zur Stille und Meditation geben. Zudem plant die Kirchengemeinde Sonderöffnungszeiten am Abend. Auch zur Nacht der offenen Kirchen am 7. September ist die Christuskirche geöffnet.

Teilen
Vorheriger ArtikelDr. Erich Zehnder bleibt Erster Vorsitzender
Nächster ArtikelMein Bischof ist von uns gegangen
Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“