Einen symbolischen Scheck über 777 Euro uebergaben Friedhelm Krost und weitere Vereinsvertreter mit Ortsvorsteherin Eleonore Lossen-Geißler an die Freiwillige Feuerwehr zu Gunsten der Jugend. Foto: Helene Braun

Mombach – Ob die Jugendfeuerwehr ihre T-Shirts bis zum Tag der Feuerwehr am 16. und 17. Juni haben wird, ist noch ungewiss, das Geld dafür aber ist da. Dank des Carnevalsvereins CCM – Die Eulenspiegel mit Vorsitzendem Friedhelm Krost. Einen symbolischen Scheck über 777 Euro übergaben Krost und weitere Vereinsvertreter mit Ortsvorsteherin Eleonore Lossen-Geißler an die Freiwillige Feuerwehr zu Gunsten der Jugend. Der Betrag stammt aus dem alljährlichen „Schnorren“. An Fastnachtsdienstag ziehen die Mitglieder mit Lossen-Geißler durch den Ort und „erbetteln“ Geld für einen guten Zweck auf der Straße, aber vorwiegend bei Geschäftsleuten und in Restaurants.
In nur eineinhalb Stunden hatten sie die Spende beisammen, die Gewerbetreibenden seien in diesem Jahr besonders entgegenkommend gewesen – dann hieß es schon wieder: umziehen und fertig machen für den Schissmelledienstagsumzug.
Der Zuschuss freut nicht nur Wehrführer Christian Bartmann. Jugendwart Torben Petri hat schon eine Idee, wie die Spende zu verwenden sei. „Durch solche Spenden haben wir die Möglichkeit, verschiedene Dinge für die Kinder anzuschaffen. Gerade jetzt wollen wir sie mit neuen T-Shirts im Jugendfeuerwehrdesign ausstatten, dafür wird das Geld dicke reichen.“
Elf Kinder und Jugendliche von zehn bis 16 Jahren sind zurzeit bei der Jugendfeuerwehr Mombach aktiv. Donnerstags treffen sie sich im Feuerwehrgerätehaus um 18 Uhr zur Gruppenstunde. Sie nehmen an den Wettbewerben auf Stadtebene teil, am Zeltlager und machen Ausflüge wie kürzlich zur Berufsfeuerwehr, wo die jungen Leute fiktive Einsätze mit den großen Kollegen fuhren und den Alltag der Berufsfeuerwehr kennenlernen durften.
Friedhelm Krost leitet das „Schnorren“ schon seit 30 Jahren. „Seit 25 Jahren für einen sozialen Zweck“, erzählte er. Im letzten Jahr wurde der katholische Kindergarten bedacht, diesmal sollte es die Jugendfeuerwehr sein. „Hauptsache, das Geld bleibt in Mombach, wenn wir schon in Mombach schnorren.“ Ausnahmen waren die Tsunami-Katastrophe und eine Spende für den Dom.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.