Stadtbezirksvorsitzende Manuela Matz, Kreisvorsitzende Sabine Flegel, Bundestagsabgeordnete Ursula Groden-Kranich und Ortsvorsteher Franz Jung standen den Mitgliedern Rede und Antwort. Foto: Oliver Gehrig

HECHTSHEIM – Die neue Bundesregierung, der Umgang mit der AfD und der Ausbau der Rheinhessenstraße waren die Topthemen beim Frühjahrstreffen der CDU Hechtsheim im Weingut Karthäuserhof. Dazu begrüßte Stadtbezirksvorsitzende Manuela Matz bei Spundekäs und Wein rund 30 Mitglieder, die zunächst den Ausführungen der Bundestagsabgeordneten Ursula Groden-Kranich, der Kreisvorsitzenden Sabine Flegel und von Ortsvorsteher Franz Jung lauschten und dann mit den Rednern in eine lockere Diskussion eintraten. Manuela Matz stellte Angelika Brucherseifer vor, die für Christine Spindler-Meier in den Ortsbeirat nachrückt, und präsentierte zudem den neuen Bürgerfragebogen der Hechtsheimer CDU. In dieser anonymen zweiseitigen Umfrage werden die Bürger zu Themen wie ihrem Wohngebiet, dem ÖPNV, dem gastronomischen Angebot in Hechtsheim, den Fachgeschäften im Ortskern, zur ärztlichen Versorgung, zur Verkehrssituation, dem Messegelände sowie zu den Kitas und Schulen befragt. „Wir wollen das Stimmungsbild in der Bevölkerung aufnehmen“, erläuterte Manuela Matz den Hintergrund der Aktion.

Auf das Berliner Personalkarussell zur Bildung der neuen Bundesregierung ging Bundestagsabgeordnete Groden-Kranich ein. Sie freut sich für Julia Klöckner, die neue Landwirtschaftsministerin wird, und bedauert, dass Thomas de Maiziere als Innenminister aufhört. „Horst Seehofer tritt da in ganz große Fußstapfen.“ Der neue Kanzleramtsminister Prof. Helge Braun sei ein „sehr umgänglicher Zeitgenosse“ und Entwicklungshilfeminister Dr. Gerd Müller „der humanitäre Außenminister“. Der Umgang mit den Rechtspopulisten der AfD sei „nicht normal“, manche politische Debatten seien „daneben“. Groden-Kranich: „Man muss sie ernst nehmen und mit ihren eigenen Fehlern stellen!“ Die Bundestagsabgeordnete hat gemeinsam mit acht Kollegen die Arbeiten zum neuen Vertragswerk zum deutsch-französischen Elysee-Vertrag aufgenommen, das im Januar 2019 erscheinen soll. „Es geht um das Verhalten der beiden Partnerländer zueinander“, erläuterte Groden-Kranich. „Das ist eine ganz große Ehre für mich.“
Kreisvorsitzende Sabine Flegel ging kurz auf die bevorstehende Abstimmung zum Bau des geplanten Bibelturms am 15. April ein. „Es ist eine Glaubensfrage, eine Geschmacksfrage und eine Frage der Sinnhaftigkeit.“ Der ebenfalls bevorstehende CDU-Rheinhessenparteitag in Saulheim diene der besseren Vernetzung. Ein Thema sei der Ausbau der Rheinhessenstraße. „Es betrifft nicht nur Hechtsheim und Ebersheim, es betrifft auch den Landkreis“, erläuterte Flegel. Auch die Logistik im Hechtsheimer Gewerbegebiet brauche eine gute Infrastruktur. Dazu gehörten auch der Ausbau mit einem Wirtschaftsweg und einem Radweg sowie eine separate Ausweisung des ÖPNV. Ein weiterer Baustein seien Park-&-Ride-Parkplätze. „Wir müssen die Region als Ganzes sehen“, forderte Flegel.

Ortsvorsteher Jung ging auf die Verzögerungen beim Neubau des Bürgerhauses ein. Die Abrissarbeiten starten noch im März, die Fertigstellung ist zu Beginn der Kampagne 2019 geplant – ein ehrgeiziges Ziel. „Das wird sehr spannend“, prognostizierte Jung. Die Kita Zagrebplatz wird mit sechs Gruppen ausgebaut, für den Übergang gibt es eine Containerlösung am Bürgerhaus. Auf der Frankenhöhe entsteht das neue Wohngebiet „He 330“ mit 500 bis 600 neuen Wohneinheiten. Auf diese Weise erhält Hechtsheim rund 2000 neue Einwohner, was den Bau von mindestens einer weiteren Kita erforderlich mache, erläuterte Jung.

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.