Start Editorial_Petermann Mut zum eigenen Urteil

Mut zum eigenen Urteil

Haben Sie es heute schon gewagt, Ihrem eigenen Urteil zu trauen? Nach einigen Jahren wächst die Ansammlung von Büchern, Kleidern, Küchenutensilien ins nahezu unermessliche Maß. Ich musste ausmisten. Dabei schien es mir so unendlich schade um dieses Buch oder jenes Kleidungsstück, dem ich zwar in den letzten fünf Jahren keinerlei Beachtung geschenkt hatte. Aber gleich weggeben, das ist so eine Sache. Dabei geht es doch nur darum, sich etwas anzuschauen und zu überlegen, ob man es wirklich noch benutzen würde. Und dann geht es los: das Vielleicht. Oder: Unter bestimmten Umständen, könnte dieser oder jener Gegenstand dann doch noch eines Tags wirklich nützlich werden. So allerdings wird das nie etwas mit dem Ausmisten. Also habe ich meinen ganzen Mut gesammelt und recht spontan eine Auswahl getroffen der liebgewordenen Dinge, die ich behalten will, und der unter gewissen Umständen doch noch nützlichen Gegenstände. Und siehe da: Es geht doch, dem eigenen spontanen Urteil zu trauen. Vielleicht ist etwas dabei, um das es mir eines Tages leid tut. Aber es fühlt sich trotzdem als ein Akt der Befreiung an, nicht so viele Bücher, Kleider, Schuhe horten zu müssen, damit sie vielleicht irgendwann einmal oder nie gebraucht werden könnten.

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Redaktion
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