Die Mitwirkenden beim Benefizkonzert in der Kirche St. Bartholomaeus Foto: Margit Dörr

Zornheim – „Pie Jesu Domine. Dona eis requiem – Frommer Jesus. Herr. Gib ihnen die Ruhe“ ist ein vielfach vertonter Satz aus dem Requiem, der Totenmesse, die in der katholischen Kirche für die Verstorbenen gefeiert wird.
Diese Worte – passend zur Fastenzeit – standen im Mittelpunkt des ersten Benefizkonzertes, zu dem der Orgelbauverein St. Bartholomäus eingeladen hatte.
Der Erlös war für die neue Orgel bestimmt, die die Gemeinde anschaffen möchte.
Mit einem einstimmigen gregorianischen Choral aus dem 13. Jahrhundert, gesungen vom Kammerchor St. Franziskus Nieder-Olm, wurde das besinnliche Konzert eröffnet. Es folgten weitere Vertonungen, darunter welche von zeitgenössischen Komponisten wie John Rutter oder Andrew Lloyd Webber. Sie wurden wunderbar vorgetragen vom Chor (Leitung von Clementine Hofmann) und den beiden Solistinnen Lea Kohnen (Sopran) und Katrin Heubach (Mezzosopran). Einfühlsam begleitet wurden die Gesänge von Jörg Leuninger an der Orgel.
Auch A-cappella Werke hatte der Kammerchor mitgebracht. Sicher, dynamisch und die außerordentliche Akustik der Kirche nutzend, interpretierte die elf Sängerinnen und Sänger geistliche Lieder von Heinrich Schütz, Georg Philipp Telemann oder Felix Mendelsohn-Bartholdy. Einen weiteren musikalischen Hochgenuss bot das Barockensemble Saulheim.
Ferdinand Utner, zweiter Vorsitzender des Orgelbauvereins, und Vorstandsmitglied Andrea Keber trugen zur Fastenzeit passende Texte vor.

Unter dem Motto „Spitzenklang im Weinbauland“ engagiert sich der Orgelbauverein, der im letzten Jahr gegründet wurde, für die Anschaffung einer neuen Orgel. Sie soll von der renommierten Firma Klais gebaut werden. Das alte Instrument ist zwar noch spielbar, ist aber in einem technisch so desolaten Zustand, dass eine Sanierung nicht sinnvoll ist.
Die Vorsitzende des Vereins, Christiane Herz, die selbst im Chor mitsang und im Barockensemble mitspielte, warb für Unterstützung des ambitionierten Projekts. Die Mitgliedschaft im Orgelbauverein oder die Übernahme von Patenschaften für die Orgelpfeifen hilft bei der Finanzierung mit.
Außerdem konnte nach dem Konzert Orgelwein probiert und gleich auch erstanden werden. Die Weingüter Heinstadt und Becker-Schittler haben dieses Jahr drei Weine im Angebot, deren Verkaufserlös der neuen Orgel zu Gute kommt. Die anderen Zornheimer Weingüter werden in den nächsten Jahren einen Orgelwein anbieten.
Das neue Instrument kostet 480 000 Euro und es gibt keine Zuschüsse. Die stolze Summe von 47 000 Euro ist schon zusammengekommen.
Weitere Infos unter www.orgelbauverein-zornheim.de
Spendenkonten: Mainzer Volksbank eG IBAN: DE83 5519 0000 0940 9150 10
Sparkasse Mainz IBAN: DE80 5505 0120 0200 1043 39

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