Vor lauter Spendern kaum zu sehen: Das neue Kühlfahrzeug wurde von Tafel-Vorsitzender Adolf Reuter (Mitte) in Empfang genommen. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Auch wenn es draußen zuletzt eiskalt war, so denken Vorstand und Aktive der Mainzer Tafel stets daran, dass manche Lebensmittel bereits bei moderaten Temperaturen schnell verderben, im Hochsommer sowieso. Umso erfreuter war der Vorsitzende der Mainzer Tafel, Adolf Reuter, als er jetzt einen neuen Kleintransporter mit Kühlanlage offiziell in Betrieb nahm.
„Damit können wir gekühlte Lebensmittel entsprechend den gültigen Vorschriften und ohne Kühlboxen auch in heißen Jahreszeiten transportieren.“ Möglich machte die Anschaffung des Fahrzeugs ein Großaufgebot an Spendern: Der Mainzer Lions-Club steuerte 5000 Euro bei, die Roland Staller, Vorsitzender des Förderervereins Lions-Club Mainz übergab. Die PSD Bank Koblenz spendete ebenfalls 5000 Euro, die Bernd Schittler, Vorstandsvorsitzender der PSD Bank Koblenz, überreichte.
Auch Thorsten Mühl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainz, sieht seine Bank in der Verantwortung: „Wir haben diese Investition mit 4000 Euro gefördert“, so Mühl. „Da wir uns schon vor zwei Jahren an der Finanzierung eines Kühlfahrzeugs für die Mainzer Tafel beteiligt hatten, sehen wir auch jetzt wieder die Notwendigkeit zur Unterstützung“, sagte Christian Neugebauer, Regionalbevollmächtigter BBBank Mainz, die sich mit 2500 Euro beteiligte.

Selbstverständlich wurde Tafel-Vorsitzender Reuter bei der offiziellen Fahrzeugübergabe zur Essener Tafel befragt, die vorläufig keine Menschen mit Migrations- und Flüchtlingshintergrund bedient. „Wir helfen allen Menschen, die der Hilfe bedürfen“, stellte Adolf Reuter klar. 2000 Klienten habe die Tafel, die jede Woche an bis zu 1500 Menschen Lebensmittel ausgebe. „Wenn wir mal Kunden abweisen, dann aus organisatorischen Gründen und aus Kapazitätsgründen, und dann betrifft es auch alle.“
Ebenfalls nicht unwichtig: Die Fahrzeuge der Tafel sind keine Benziner, sondern Diesel. Doch ein Fahrverbot steht in Mainz aktuell nicht an. Und für die Tafel würde es dann sowieso mit Sicherheit eine Ausnahmegenehmigung geben.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“