Bei den Käsbachfinken an Bord: Ortsvorsteher Stephan Lauer. Foto: Oliver Gehrig

KASTEL/KOSTHEIM – „Tolle Gruppen, bunt und schee/ des gibt’s uff em Zuch in AKK zu seh’n“: Unter diesem Motto schlängelte sich am Fastnachtssamstag der farbenfrohe AKK-Umzug durch Alt-Kastel, die Kostheimer Siedlung und Alt-Kostheim. Der 57 Zugnummern starke Umzug war diesmal sehr pünktlich dran: Bereits um 13.33 Uhr erreichte die Zugspitze das Kasteler Bürgerhaus in der Zehnthofstraße, wo Ortsvorsteherin Christa Gabriel das närrische Treiben wieder mit viel Fachwissen kommentierte. Nach der Zugleitung sorgten die als gelbe Mexikaner verkleideten Aktiven des Musikvereins Concordia für erste schmissige Rhythmen. Mächtig Krach machten die Narren der Kasteler Ratschenbande mit ihren Holzratschen. Die Kostheimer Roten Husaren hatten ihre neue Trommlergruppe mit dabei. Den Narrhallamarsch spielte der Prähistorische Spielmannszug. Als Köche waren die Sänger des Gesangvereins Harmonie dabei, die ihre „Metzelsupp“ präsentierten. Politisch wurde es dann mit dem Stoppe Club Fort Biehler, der nicht nur einen Nachbau der Erbenheimer Warte, sondern auch eine politische Botschaft präsentierte: „Nein zum Ostfeld!“, war da zu lesen.

Die Sportvereinigung Amöneburg hatte wieder ihre farbigen „Kameruner“ dabei. „Wir sind nur ein Karnevalsverein“, schallte es von ihrem großen SVA-Wagen. Als Raubkatzen waren die jugendlichen Brandschützer der Jugendfeuerwehr Kostheim dabei. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, schallte es vom großen KCK-Wagen. Überhaupt sind die sehenswerten großen Motivwagen stets ein Markenzeichen des AKK-Umzuges. Dazu gehören etwa der riesige Metro-Wagen, der Moguntia-Wagen der Kasteler Jocus-Garde und der Bischemer Narrenkäfig. Schön anzusehen waren auch die Cabrios der Kostheimer Woi-Geister, die optisch an die Mainzer Kappenfahrt erinnerten. Mit an Bord waren Ortsverwaltungsleiterin Petra Seib sowie die beiden Kostheimer Weinmajestäten: die Kostheimer Weinkönigin Michelle Gönder und ihre Weinprinzessin Annkathrin Dötsch. Bei den Käsbachfinken mit an Bord: der Kostheimer Ortsvorsteher Stephan Lauer und das Kostheimer Urgestein Hans Dötsch.
Tolle Kostüme sorgten ebenfalls für eine Bereicherung des AKK-Umzuges. Besonders schön waren etwa die „Meckis“ vom TV Kostheim, die roten Mexikaner vom Männerballett „Ratschados“ und die Indianer der Tanzschule Manfred S mit ihren bunten Röcken. Mit schönen pinken und blauen Motorrollern fuhr der Jahrgang 63/64 mit. Aus Frankfurt am Main zu Besuch: die Hoechster Schlossgarde mit ihren Skyline Drums. Abgerundet wurde der sehenswerte AKK-Umzug von den Auftritten der zahlreichen Musikgruppen. Etwa die Guggemusiker „Meenzer Huxelpetzer“, die moderne Rocksongs wie „Narcotic“ von Liquido schmetterten. Bei diesem schönen Umzug kamen alle Narren auf ihre Kosten.

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.