Rudi Hube als „Herr Becker“ fand eine leichte Art mit fremdem Nachwuchs Geld zu verdienen. Foto: Prozente Claudia Röhrich

Gonsenheim – Von klassischen Büttenreden über Gesangsvorträge, Garde- und Showtanzauftritte bis zu einer spektakulären Lichtshow wurde alles geboten bei der großen Fremdensitzung des Carnevalvereins Kleppergarde 1877 in der Jahnturnhalle. Sogar Zaubertrank vom ehrwürdigen Druiden Miraculix wurde gereicht.

Dieser war bei den Römern genauso beliebt wie bei den Galliern „Asterix und Obelix“. Das temperamentvolle Schau- und Tanzstück der „Mainzer Klinik-Athleten“ (MKA) raubte dem Gonsenheimer Publikum den Atem und Obelix ließ seine pfundige Taille temperamentvoll schwingen. Die Herren zeigten eine perfekte Choreographie und waghalsige Pyramiden in schnellen Folgen. Trainer der fitten Gruppe von 15 Aktiven im Alter zwischen 18 und 53 Jahren ist Lothar Schlömer. Aufregend, weil neu, war die Lichtshow der Showtanzgruppe „Twister“ des „Gusbacher Carneval Clubs 1981“. Sie begeisterte die Narren. Mit eindrucksvollen Effekten, toller Tanzdarbietung und mit graziösen Bewegungen brachten sie den ganzen Saal zum Toben. Mit einer in Schwarzlicht getauchten Bühne und schnell aufgebauten Leuchtmitteln zauberten sie ein einzigartiges Lichterspektakel. Die fetzige und temperamentvolle Tanzgruppe „Flieger“ war samt Flugzeug und einem Mann auf die Gonsenheimer Bühne gekommen.

Zu den musikalischen Stammgästen gehören die „Meenzer Nodequetscher“ mit ihrer rasanten Musik in bunten Kostümen. Die Sänger der „Altrheingarde“ waren davon überzeugt, das „Lebe is schee“. Der gleichnamige Song aus der Feder von Oliver Mager animierte die Gäste zum Mitsingen. Die Musikgruppe der Kleppergarde mit Präsident Bernd Lauer als DJ Ötzi hatte auch viele schunkelnde Fans im Saal.
Weitere närrische Lieder waren im großen Finale zu hören. Redner „Ciro“ Visone legte als Pizzabäcker mit seinem „Schwiegermutter“-Syndrom viel Witz und Humor an den Tag. Gunther Raupach glänzte mit seiner Persiflage auf einen „gemütlichen Samstagvormittag bei IKEA“. Humorvoll oder doch eher leidvoll konnte er von einem unnötigen Schrankkauf mit seiner Frau berichten. Büttenredner Rudi Hube gewann viele Herzen mit seinem Kokolores als „Herr Becker“ mit seinem nei´jem Startup Unternehmen. Kinnerschees schieben und die Drecksarbeit von der AWO im Ort erledigen lassen, lautete sein Erfolgsgeheimnis. Alle Beteiligten mussten zahlreiche Zugaben geben und erhielten ein Präsent. Besser hätte die Fremdensitzung des Carnevalvereins Kleppergarde Mainz-Gonsenheim 1877 kaum laufen können. Die Moderation der Sitzung erfolgte vom Sitzungspräsidenten Charly Meisenzahl der die närrische Gemeinde erst kurz vor zwei am frühen Morgen entließ.

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