Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha (links) und der Vorsitzende der Ginsheim-Gustavsburger Stadtverordnetenversammlung, Mario Bach, überreichen Christa Bracht-Kuckuck den Bürgerpreis 2017. Foto: Ralph Keim

GINSHEIM-GUSTAVSBURG – Im Rahmen einer Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung hat Christa Bracht-Kuckuck den Bürgerpreis 2017 überreicht bekommen. Die Stadt Ginsheim-Gustavsburg würdigt damit die Initiatorin des in Gustavsburg ansässigen Hospizvereins Mainspitze. Dotiert ist der Bürgerpreis mit 1000 Euro.

Vor gut 15 Jahren ergriff Christa Bracht-Kuckuck die Initiative und leitete die Gründung des Hospizvereins Mainspitze in die Wege. In ihrer Dankesansprache stellte die 73 Jahre alte Ginsheimerin eines klar: „Ich habe den Hospizverein nicht alleine gegründet“, bekräftigte sie mit Verweis auf ein „kleines Grüppchen“ Gleichgesinnter, darunter der heutige Ehrenbürgermeister Richard von Neumann (SPD). Der Hospizverein wurde am 30. Juni 2003 gegründet. Die Versammlung wählte Christa Bracht-Kuckuck damals einstimmig und ohne Gegenkandidaten zur Vorsitzenden. Auch das Amt der Geschäftsführerin übte sie aus. Insgesamt prägte die Preisträgerin den Verein mehr als zehn Jahre.

Der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Mario Bach (CDU), würdigte die Preisträgerin und ging ausführlich auf das Leben von Christa Bracht-Kuckuck ein. Er erinnerte daran, dass es eine Freundin von Christa Bracht-Kuckuck war, die sich vor mehr als 15 Jahren selbst zum Sterben in ein Hospiz eingeliefert hatte. Dies sei die Initialzündung gewesen, für die Mainspitz-Region einen solchen Verein zu gründen.

Christa Bracht-Kuckuck verschwieg nicht, dass sie beim Sterben ihres ersten Mannes vor mehr als vier Jahren selbst auf Hospizhelfer aus den eigenen Reihen angewiesen war. Heute hat der Hospizverein Mainspitze mehr als 200 Mitglieder. Die Hospizhelfer investieren in die Begleitung von Sterbenden, mit der sie auch die Angehörigen entlasten, jährlich rund 2000 Stunden. Inzwischen hat Susanne Kühn-Benning den Vorsitz des Hospizvereins übernommen.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“