Die Finther Hüttengaudi war der absolute Höhepunkt der mehrstündigen Bühnenshow. Foto: Werner Lehr

Finthen – Wer traditionelle Fastnacht erleben möchte, der sollte unbedingt eine der fünf Kappenabende des Finther Radfahrervereins besuchen. Der Verein präsentierte ein Spitzenprogramm, das sich sehen lassen konnte. Vereinsvorsitzende Alice Pietschmann, ein absolutes Multitalent, schaffte es innerhalb weniger Minuten, Stimmung in den Saal zu bringen. Mit ihrer schönen Stimme, dem passendem Outfit und einer hervorragenden Bühnenpräsenz eroberte sie im Sturm die Herzen der Zuschauer.

Felix Schmitt als Königin Elisabeth, das war Spitze. Protokoller Andy Neufels ließ in seinem grandiosen Vortrag die Ereignisse des letzten Jahres aus Politik, Wirtschaft und Zeitgeschehen noch einmal Revue passieren. Im Eröffungsspiel bewiesen Alice Pietschmann, Nadine Reisert und ihr Team auch ihre schauspielerischen Fähigkeiten. Die Radsporthalle ist inzwischen 44 Jahre alt geworden und genau solange erfreut der Verein seine Mitglieder und Freunde mit Kappenabenden, die ausschließlich von eigenen Leuten bestritten werden.

Die Halle schien aus den Fugen zu geraten, als der langjährige Vorsitzende Volker Lickhardt gemeinsam mit dem ehemaligen Sozialdezernenten Kurt Merkator als Bauleiter des Finther Bürgerhauses die Bühne betrat. Was die beiden da so alles vom Stapel ließen, mündete in einen humorvollen, witzigen, mit Pointen gespickten Vortrag, der nicht zu toppen war.

Die gemischte Ballettgruppe Aubachdancer mit ihrem Stargast Otmar Datz als Indianerhäuptling, performte nach bekannten Hits wie „Country Rose“ ein tänzerisches Highlight. Christine Datz als Friseuse Chantal und Christoph Lickhardt als Salonchef Jackomo boten eine absolute Spitzennummer. Die Rempelsänger Markus Boxhorn, Jürgen Döring und Holger Mattmann sangen auf ihre ganz spezielle Art, was 2017 im Ort geschah. Der absolute Renner war ihr Song vom Thermomix. Ein zum Teil getanztes, gesungenes und gesprochenes Zwiegespräch präsentierten Anja Kohl und Birgit Mayer als Kakerlaken, die eine Rundreise durch die Welt machten und zum Schluss feststellten: „Zu Hause ist es doch am schönsten.“ Als Experten an der Sektbar des RV zeigten sich Andy Neufels und Jörg Hamann. Dass Männer auch tanzen können, stellte das Männerballett „Hard Rock“ im passenden Outfit unter Beweis.

Alice Pietschmann als goldener Gockel vom Dom eröffnete musikalisch den zweiten Teil der Sitzung. Später trat sie mit ihrem gesamten Ensemble auf und brachte den Saal noch einmal so richtig zum Kochen. Zum Repertoire gehörten Gassenhauer, originelle Schlager und Hits. Hier stimmte einfach alles. Einmal die Auswahl der Lieder, die passenden Kostüme und die schönen Stimmen. Alleine schon die Optik begeisterte, ebenso die gesangliche Leistung, hinzu kam noch die perfekte Bühnenpräsenz. Kein Wunder, dass das Publikum von den Stühlen aufstand und der Applaus nicht enden wollte. Eine hervorragende Leistung der gesamten Mannschaft. Ein großes Kompliment muss man auch dem Conférencier des Abends, Holger Mattmann machen. Der wurde unterstützt von seinem kleinen Sohn, der die gleichen Klamotten wie der Papa trug,

Wer war noch mit dabei: beim Eröffnungsspiel Christoph und Tina Lickhardt, Felix Schmitt, Karl-Heinz und Peter Schleicher, Nadine Schuster, Julia Müller, Alice Pietschmann, das Männer Ballett, die Schlussgruppe Hüttengaudi, die Aubach-Dancer.

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Werner Lehr
Ich bin seit 1992 von Zeit zu Zeit mit dem Verfassen von Berichten und Werbetexten beschäftigt. Nach dem erfolgreichen Abschluss in den Bereichen Rhetorik und moderner Kommunikationstechnik habe ich mich mit der aktuellen Berichterstattung aus den Bereichen Vereine, Wirtschaft, Kultur, Lokalpolitik und dem kirchlichen Bereich beschäftigt. Ab 2018 freue ich mich auf eine neue Herausforderung bei der Lokalen Zeitung in Mainz.