Die Elsheimer Schnorressänger begeisterten mit Musical-Melodien. Foto: Elke Fauck

GONSENHEIM –  Vor dem Einmarsch von Garden und Komitee in der TGM-Halle, die in diesem Jahr der Husaren Garde, die – bedingt durch die Bürgerhaus-Situation – heimatlos geworden ist, Asyl gewährte, eröffneten die Deiwelsweiber des Vereins die Sitzung. Unter der Leitung von Carmen Runkel-Fey erklärten sie die wichtigsten Regeln der Fastnacht und brachen hiermit schon das Eis bei den Zuschauern.
Der Chef des Protokolls (Mathias Flach) musste von der Freischützengarde ausgeliehen werden, da der vereinseigene Protokoller erkrankt war. „Auf Mutti Merkel kein Verlass, auf Rente und wir schaffen das“, war sein Einstieg bezüglich Bundesregierung. Der Mainzer Bibelturm trotz verschuldetem Kommunalhaushalt war ein wesentlicher Punkt, ebenso blieben Katrin Eder und die Baustellen nicht verschont.
Auch lässt Jürgen Gros in der Rolle als Meenzer Schoppestecher das Thema keine Ruhe. Seine These: Eder habe beabsichtigt zur Einheitsfeier eine U-Bahn bauen zu wollen. Generationsprobleme zeigte Sitzungspräsident Horst Kau als Baba im Zwiegespräch mit seiner Tochter Trienche (Jennifer Will). Dummbabbeler mag es in Finthen viele geben, doch in Fastnachtskreisen bekennt sich Alfons Kirch offen dazu. Da nach seinen Angaben die wichtigsten Nachrichten in dem Bergdorf per Mundpropaganda in Umlauf gelangen, kann der Finther auf Zeitungen verzichten.
Rudi Hube stellte sein neues Unternehmen – die erste Gunsenumer Kinnerschees-Schiebe-Agentur – vor.
Für die musikalische Leitung des Abends war Thomas Bornschlegell verantwortlich.
Das Ballett „Die Tanzbärchen“ der Jokusgarde Mainz-Kastel feierte sein 25-jähriges Jubiläum. Zwar war die aktuelle Truppe noch nicht bei der Gründung dabei, doch ertanzten sie im letzten Jahr den Vize-Hessenmeister-Titel. Bei der Husaren Garde zeigten sie ihre hervorragenden Choreografien, die sie mit Katja Mühling und Dunja Weber einstudiert hatten und ernteten viel Applaus.
Die Herren vom Komitee der Husaren Garde üben noch, aber bei genügend Training könnte ihr Rollator-Tanz künftig die rheinland-pfälzische Konkurrenz darstellen.
Auch das Gardeballett der „Traumtänzer“ Sulzheim und die Eismädchen vom TV-Hechtsheim stellten eine hervorragende Performance dar.
Dass das Schönste im Leben die Fastnacht ist, davon war das närrische Auditorium  spätestens nach dem von Fenja Weinberger und Mathias Gall abgewandelten Roy-Black-Lied überzeugt. Das Gesangsduo widerlegte mit seinen Stimmen die Befürchtung, dass der närrische Nachwuchs fehle.
Weiterhin verwöhnten die Meenzer Zibbelkappe, die Sirona Boys und die Elsheimer Schnorressänger die Zuschauer musikalisch.

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Elke Fauck
Seit November 2013 arbeite ich als freie Mitarbeiterin für die Lokale Zeitung. Hauptsächlich schreibe ich für Gonsenheim, Mombach und Finthen – aber auch gelegentlich andere Vororte oder die Innenstadt. Ich favorisiere kulturelle Veranstaltungen wie Vernissagen, Konzerte etc., auch während der Fastnachtszeit bin ich sehr gerne für die Lokale unterwegs. Doch die Mischung macht’s – deshalb berichte ich über alle Themen.