Ein prächtiges Bild: Die Garde der Prinzessin ist in die Saalfastnacht gestartet. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Kaum zu glauben, aber wahr: Die Saalfastnacht ist gerade gestartet, da dauert es auch nur noch gut vier Wochen bis Rosenmontag. In dieser Kampagne müssen die Narren sich sputen. Den Anfang machte die Garde der Prinzessin (GdP), die im Kurfürstlichen Schloss eine kurzweilige Sitzung hinlegte.

Und dabei gab es einen Amtswechsel: Cathrin Tronser übernahm die Schelle der Sitzungspräsidentin von ihrem Ehemann Heinz Tronser, der weiterhin als Präsident der Garde der Prinzessin amtiert. Es war ein emotionaler Abschied, denn das Publikum feierte ihn frenetisch. Aber das wichtigste Amt der GdP-Saalfastnacht bleibt ja in Familienhand.

Schon beim Vorspiel zur Sitzung zeigte Cathrin Tronser zusammen mit Antje Karsch, dass sie das Zeug hat, mit Schwung und Eloquenz durch eine Fastnachtssitzung zu führen, wovon sie dann auch schon einen Vorgeschmack gab. Heinz Tronser amtierte drei Jahrzehnte als Sitzungspräsident der GdP.

Die Sitzung bot ein kurzweiliges Programm mit fulminanten Highlights, darunter Jürgen Wiesmann als Ernst Lustig, der als „Opa wider Willen“ auf unnachahmliche Weise dem vor Begeisterung tobenden Publikum sein Leid klagte. Adi Guckelsberger, frischgebackener Sitzungspräsident des MCV, betrat in seiner Paraderolle als „Nachtwächter“ die Bütt und ließ das Publikum kollektiv mitreimen. Zuvor zog der Chef des Protokolls, Gunther Raupach, in der Gestalt von Willigis ein Fazit des zurückliegenden Jahres, inklusive Trump und Bundestagswahl.

Andreas Schmitt als „Obermessdiener vom Dom“ ist ebenso eine sichere Bank wie die umtriebige Woody Feldmann, die auch bei der Garde der Prinzessin mit schiwer unerschöpflicher Energie über die Bühne wirbelte. Mit Pit Rösch, Julia Döring und Chrsitoph Seib kam auch die gesungene Fastnacht nicht zu kurz. Optische Ausrufezeichen setzten die Ballettgruppen und selbstverständlich beim Einmarh die GdP-Gardisten und GdP-Gardistinnen zusammen mit den Abordnungen zahlreicher weiterer Garden.

Mit der Rheinnixen-Sitzung auf dem GdP-Narrenschiff geht es für die Traditionsgarde in dieser Kampagne weiter. Alle weiteren Termine sind auf der Homepage garde-der-prinzessin.de nachzulesen.

Teilen
Vorheriger Artikel95 Jahre geballter Frohsinn
Nächster Artikel126 Jahre alt und kein bisschen müde
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“