Weck (Lea Heymann), Worscht (Andreas Müller) und Woi (Jens Ohler) eröffneten die Sitzung. Foto: Elke Fauck

GONSENHEIM Ohne Weck, Worscht und Woi läuft in der Mainzer Fastnacht nix, und schon gar nicht beim GCV. Deshalb standen diese drei schon zur Eröffnung vor dem Einmarsch der Garden leibhaftig auf der närrischen Rostra. Lea Heymann, Andreas Müller und Jens Ohler verkörperten die drei Grundnahrungsmittel zur fünften Jahreszeit in originellen Kostümen. Rainer und Adrian Werum begleiteten sie musikalisch. „E Gläsje Woi, en Meenzer Weck, a Stückche Worscht“ haben es nicht immer leicht, wie das närrische Auditorium hier erfuhr.
„126 Jahre alt und kein bisschen müde“, beschreibt Sitzungspräsident Sebastian Grom seinen Verein. Das Jahr seit der 125-Jahr-Feier ließ sein Vater, Erhard Grom, als Chef des Protokolls auf kritische Weise Revue passieren. „Umweltfee“ Katrin Eder und ihre Baustellen kamen dabei nicht gut weg. Trump sei ein Glücksfall für sein Protokoll, denn das „Trumpeltier“ liefert ihm genug Zündstoff.
In der Rolle zweier Politessen begeisterten Thorsten Schäfer und Thorsten Spengler.
„De Herr Becker mit de Kinnerschees“ ist die neue Geschäftsidee von Rudi Hube. Sein Unternehmen „Neue Gunsenumer Mobilität“ schafft jungen Müttern Freizeit, während er den Nachwuchs durch’s Gonsbachtal fährt. Hans-Peter Betz –  den meisten bekannt als Guddi Gutenberg – erzählte in diesem Jahr von seinem Werdegang als Schiffschaukelbremser. „Als ich in die Sakristei kam, stand die Frau des Küsters im Weg so wie Gott sie erschaffen hat – und so wie ich sie in Erinnerung habe“ verkündete Lars Reichow in der Rolle als Kardinal.
Batman & Robin, alias Frank Brunswig und Thomas Becker bewachen nicht nur Gonsenheim sondern auch USA, Putinien, Schierstein und Mombach. Antonio (Werner Renkes) betreibt die Kantine des Bundestags, Cantina del Popolo, und war deshalb immer auf dem Laufenden, was Parlare di Confusione (Sondierungsgespräche) angeht. So hatte Antonio nach Lindners „Finito di Parlare“ die Kantine geschlossen: „Nix zu koche ist besser als falsch zu koche.“
Italienisch ging es auch mit den Schnorreswacklern weiter. Im Keller einer Pizzeria der Breiten Straße hat sich die Mafia unter der Bezeichnung „Schnowa-Nostra“ niedergelassen. Unter der Leitung von Thomas Becker und der musikalischen Leitung von Severin Geißler zeigte das Flaggschiff des GCV, wie Grom die Schnorreswackler bezeichnete, sein Talent sowohl auf musikalischer als auch auf geistig-witziger Ebene.
Auch Christoph Seib brachte witzig-musikalisch Stimmung in den Saal. Kinderlieder hat er politisch korrekt umgetextet. „Elf kleine Komiteeter auf die Sitzung gehe…“.
Martin Heininger und Christian Schier beabsichtigten ein sehr aktuelles Programm, deshalb kannten sie es wenige Minuten vor Auftritt selbst noch nicht. Eine Pointe nach der anderen strapazierte die Lachmuskeln des Publikums.
Nach drei Jahren Pause ist Oliver Mager wieder zur Fastnacht zurückgekehrt. Doch kam er nicht alleine, sondern in Begleitung des zehnjährigen Felix Kettenring, der souverän die Lieder seines Idols auswendig auf dem Klavier spielte und nur ein Textblatt vor sich hatte. Nach den Ovationen war klar, dass sich der GCV auch um den musikalischen Nachwuchs nicht sorgen muss.

Gut dass Batman (Frank Brunswig) und Robin (Thomas Becker) uns so gut bewachen. Foto: Elke Fauck

Weiterhin dabei waren die Synkopers. Der Musikzug der Füsiliergarde sorgt immer für gute Stimmung zu Beginn und während der Pause. Das hauseigene GCV-Ballett, das Ballett der Füsiliergarde, die Bockius-Brüder und die Fleischworschtathlete bereichterten ebenfalls die Sitzung.

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Elke Fauck
Seit November 2013 arbeite ich als freie Mitarbeiterin für die Lokale Zeitung. Hauptsächlich schreibe ich für Gonsenheim, Mombach und Finthen – aber auch gelegentlich andere Vororte oder die Innenstadt. Ich favorisiere kulturelle Veranstaltungen wie Vernissagen, Konzerte etc., auch während der Fastnachtszeit bin ich sehr gerne für die Lokale unterwegs. Doch die Mischung macht’s – deshalb berichte ich über alle Themen.